Posts mit dem Label Aufreger werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Aufreger werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 5. Januar 2012

Die Zahlungsmoral

... mancher Krankenkassen ist echt zum K...!
Da wird einfach nicht gezahlt. Ohne Begründung, ohne irgendwas ... . Selbst die Mahnung wird einfach ignoriert.
Ich hab mir die Rechnung nochmal angeschaut, da gibt es auch keine Unklarheiten. (Frau muss da immer aufpassen, nur ein Kreuz an der falschen Stelle und schon wird einem Betrug unterstellt.) Jedenfalls ist mir nichts unklar. Und wenn denen was nicht klar wäre, dann könnten sie ja anrufen und fragen. Aber das macht heutzutage keiner mehr. Die Rechnung landet auf dem Tisch von einem Abrechnungsbüro, die prüfen die Nummern und die Kreuze und dann wird gestrichen oder bezahlt. Oder wie hier gar nichts getan.
Ich warte jetzt noch bis Montag, dann läuft die Frist der Mahnung ab (die ich, freundlich wie ich bin, ohne Mahngebühr und Verzugszins gestellt habe). Dann laufe ich Amok rufe ich an, bei der Kasse direkt. Sollen die sich kümmern dass ihre Abrechenstelle das Geld rausrückt. (Dieselbe Kasse hat mir ja einfach mal einen Posten getrichen, weil das Kreuz an der falschen Stelle war. Einfach so, inclusive Wegegeld, obwohl mit der Unterschrift der Frau ja belegt war, dass ich den Besuch wirklich geleistet habe. Das fand ich ganz schön frech. Und was es mich für Nerven gekostet hat rauszukriegen, dass eben nur das Kreuz falsch war. Da bin ich nicht drauf gekommen, da die Damen und Herren mir nicht mitteilten, warum sie den Posten gestrichen haben.)
Warum ich so motze? Weil ich mir eine Nähmaschine kaufen will. Und dafür brauche ich das Geld. So!

Montag, 11. Juli 2011

Drama, Drama

... großes Drama!

Nach einem dienstreichen Nachtdienst bin ich erst um 4 ins Bett und wollte eigentlich bis 11 schlafen. Oder zumindest bis halb 11. Leider war meine Familie anderer Meinung.
Gegen 9 hat mich der Hund geweckt (warum macht keiner die Schlafzimmertür zu und warum muss der Hund direkt neben mir bellen?), gegen halb 10 weckte mich meine Tochter, weil sie einen Farbkasten brauchte (kann ihr das nicht an einem anderen Tag einfallen?) und nur 10 Minuten und einen Wutschrei (erwähnte ich schon, dass ich ein Morgenmuffel bin) später, meinten meine Kinder, dass wir eigentlich zu viel Vögel hätten. Mal abgesehen, dass sie recht haben, müssen sie deswegen gleich einen in die Freiheit entlassen? Und natürlich war es der zahmste von den 11en, der auch noch die beste Kondition hat. Die offene Terrassentür zwei Zimmer weiter war die Einladung schlechthin für den Geier.

Jetzt hab ich hier zwei aufgelöste Kinder und einen Vorschlaghammer im Kopf. Drama!

Samstag, 4. Juni 2011

Vom Stress im Wochenbett

... kann ich auch eine Menge schreiben.

Das Wochenbett wird von den Frauen ganz unterschiedlich gelebt. Die einen zelebrieren es, die nächsten versuchen so viel wie möglich zu erledigen ... die Einen erleben es ganz bewusst, die Anderen nur so nebenbei.

Ich meinen Kursen empfehle ich den Frauen, das Wochenbett gemütlich anzugehen. Diese erste Zeit nach der Geburt ist viel zu kostbar und kurzlebig. Aber leider sehen das die Frauen anders. Was ich sehr schade finde.
Wikipedia beschreibt das Wochenbett als eine Zeit, in der sich der Körper der Mutter erholt und hormonell umstellt. Nur wenn die Frau ihrem Körper keine Chance gibt, dann wird es einfach schwierig mit dem erholen. Und dem Stillen. Und dem Rhythmus finden. Und mit der Wundheilung.
Genau das erkläre ich und erlebe: Frauen, die direkt nach dem Krankenhaus (in der Regel 3-5 Tage nach der Geburt) los stürzen um auf die Ämter zu gehen, oder einzukaufen, oder Besuche zu machen ...
Sehr anstrengend für mich ist es, wenn ich meine Besuche nach den Terminen der Frauen legen muss. Oder erleben muss, wie die Milch weniger wird, das Kind unruhig ist, ... nichts so richtig klappen mag und irgendwie das mit der Bindung von Mutter und Kind nicht so wirklich hinhaut.
Letztens hatte ich mal eine Frau, die doch wirklich erst nach 5 Wochen das Haus verlassen hat. Natürlich war sie vorher schon Draußen, mal im Garten, mal ein paar Meter laufen mit dem Kind. Aber ansonsten hat sie das Wochenbett als solches genossen. Das Kind wurde bekuschelt und gestillt. Die Mutter hat gekocht, der Mann eingekauft. Es war übrigens nicht ihr erstes Kind, es war das dritte. Das heißt, die beiden großen Geschwister mussten auch versorgt werden. Aber das hat alles gut geklappt oder wurde gut organisiert. Ich fragte die Mutter dann mal, wie sie das denn mit den ganzen Ämtern machen würde (schließlich ist das das Hauptargument aller Frauen, dass sie ja auf die Ämter - Standes-, Jugend- und Arbeitsamt - müssten). Sie lachte und verriet mir, dass es auch noch Post und Telefon geben würde. Dieses "Geheimnis" gebe ich seitdem an alle Frauen weiter, aber leider scheinen mir die Damen nicht zu glauben. Alle, aber wirklich fast alle, schleppen sich und ihre Kinder von Amt zu Amt, vom Einkaufszentrum zum Besuch, mit dem Auto, aber auch mit den Öffentlichen.
Ich erinnere mich an ein Kind, was seit dem Vorabend schrie und weinte und brüllte. Fünf Tage alt war der Kleine und die Eltern waren natürlich entsprechend hilflos. Auf meine Frage, ob denn irgendwas gewesen wäre, erzählten sie mir, dass sie am Vortag im blabla-Center gewesen wären. Inmitten des Faschingstrubels. Und auf der Autofahrt mussten sie so oft anhalten, weil der Kleine so viel geweint hätte. Das war wohl ein klassischer Fall von Reizüberflutung.

Und so werde ich wohl weiter reden und erzählen, raten und beraten. Mehr kann ich nicht tun, denn schließlich sind alle Frauen selber groß.

Ich fragte gestern

... die Frau, ob sie heute etwas vorhätte.
Frau XYZ: Nein, ich bin den ganzen Tag zu Hause.
Ich: Das ist gut.
Ich: Ich rufe Sie an, bevor ich komme. Dann können sie alles für`s Baden vorbereiten.

Heute dann:
Ich: Frau XYZ, ich bin in etwa einer halben Stunde bei Ihnen.
Frau XYZ: Oh, Frau Hebamme, könnten Sie bitte in 1,2, nein lieber 3 Stunden kommen? Wir sind grad in der Stadt.
Ich: ...
Frau XYZ: Aber es klappt alles super bei uns.
Ich: ...
Ich: Ja, dann komme ich heute Abend zu Ihnen.

aarrgghh!


(Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass die Frau vor 6 Tagen ihr Kind bekommen hat und es Draußen gefühlte 30 Grad sind.)