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Dienstag, 5. September 2017

WMDEDGT 9/2017

Obwohl ich mich heute früh erinnerte, dass es der 5.9. ist und damit die Frage: Was Machst Du Eigentlich Den Ganzen Tag? von Frau Brüllen zu beantworten war, habe ich es doch nicht geschafft, Bilder zu machen.

Also wieder ganz nüchtern die Aufzählung meines Alltages:

Dienstags hat das Tochterkind erst später Schule, viel später!
Und das heißt, auch ich kann länger schlafen, was ich wirklich wirklich genieße, ich gebe es ehrlich zu, auch wenn es für die Tochter heißt, dass sie erst spät nach Hause kommt.
Aber ich glaube ganz ehrlich, auch sie genießt es, länger schlafen zu können. Sie ist mir da einfach zu ähnlich. ;)

Nachdem das Kind aus dem Haus war, habe ich in windeseile die Praxis vorbereitet, denn halb 10 sollte die Babymassage starten. Dafür musste ich den Raum einheizen (Heizlüftern sei Dank!) und vor allem noch die Badeeimer auswaschen, denn die haben monatelang geruht, denn so lange hatte ich schon keine Babymassage mehr in der Praxis.

Schnell noch die Hunde füttern und eine kleine Runde mit ihnen laufen, denn ab 9.15 Uhr trudeln die Frauen ein. Kurz nach halb 10 konnte ich fast pünktlich starten und obwohl es 8 Kinder zwischen 8 Wochen und 7 Monaten waren, waren alle lieb und es gab kein Geschrei. Da habe ich bei einer so großen Runde immer Bauchweh.
Im Anschluss an die Massage gibt es immer noch eine Baderunde im Tummy Tub (Badeeimer), was heute allen Kindern gefallen hat, bis auf einen notorischen Nörgler. ;) Aber selbst er hat nur gemotzt, es kam kein einziges Tränchen.

Anschließend wieder alle Eimer ausgewaschen und den Kursraum nach kräftigem Lüften für den Rückbildungsgymnastikkurs morgen vorbereitet.

Bevor ich zu meiner Hausbesuchsrunde aufgebrochen bin, gab es einen Happen zu essen und wieder eine Hunderunde, diesmal die längere Variante.

Zurück von den Hausbesuchen (mit netten Babys und noch netteren Müttern) hab ich einen schnellen Bulgursalat und Falafel vorbereitet, denn am Nachmittag haben sich die Eltern des nicht mehr ganz so kleinen Tochterkindes (das Mädel überragt mich um einen Kopf) zu einer kleinen Kennenlernrunde getroffen.
Zwischendurch hab ich mit dem Gatten "konferiert", der weilt gerade im USA-Land.
Das Elterntreffen war wirklich eine gelungene und entspannte Angelegenheit.
Im Anschluss dann noch einen Elternabend, der länger als gewöhnlich dauerte, denn es gab doch diversen Diskussionsbedarf, dem Lehrermangel "sei Dank".

Nun habe ich noch das Protokoll eingetippt und drei email-Adressen in den Verteiler eingepflegt (ich bin Elternsprecherin) und eine Runde durchs WWW gedreht.

Und ich habe Fotos gekuckt ... hach, wie schade, dass ich die nicht zeigen kann. Aber ich habe ja bewusst dieses Blog anonym gewählt und so will ich es auch weiter halten. Die letzten Tage hatte ich eine Fotografin dabei, die für einen Auftrag Hebammenarbeit fotografierte und sie hat so so schöne Fotos gemacht, und gerade heute bei der Babymassage waren wirklich zuckersüße dabei. Irgendwie kann die gute Frau zaubern. Durch ihre Linse sehen die Kinder zum Knutschen süß aus und sogar ich kann mich aushalten (und ehrlich, ich mag mich auf Fotos so überhaupt gar nicht leiden).

Eines kann ich euch zeigen ... und dann gehe ich schlafen. Und wer schauen will, was andere so erlebt haben, der kuckt einfach hier.





Dienstag, 18. Juli 2017

Zurück aus dem Urlaub

... habe ich erstmal (täglich) alle Fenster und (Terassen-)Türen aufgerissen. Nach 3 Wochen Camping fühlt man sich sonst eingesperrt und die Luft riecht ganz schnell schal. So genieße ich gerade den täglichen Luftzug sehr.
So glücklich wie ich bin, wieder in meinem Bett zu schlafen, so sehr vermisse ich natürlich die beständig frische Luft ohne Straßen-, Stadt- und Baustellenlärm. ... Nun ja, man kann nicht alles haben.

Jetzt habe ich erstmal 3 Tage ununterbrochen Wäsche gewaschen. Ja, ich glaube, heute ist das letzte Kleidungstück gewaschen worden. ;) Drei Wochen alte Schmutzwäsche ist auch nicht wirklich lecker.

Leider geht das Waschen gerade so weiter. Ich habe einen alten Kleiderschrank, den ich seit meiner Kindheit habe und wirklich liebe. Allerdings ist mir schon eine ganze Weile aufgefallen, dass meine Klamotten muffig riechen. Es hat jetzt bestimmt ein Jahr (und jede Menge Wäscheduftversuche) gedauert, bis ich kapiert habe, dass es der Schrank ist. Hab mal im Internet etwas gesucht und komme wohl nicht drumrum, den Schrank leer zu machen, auszuwischen und auszulüften. Und bei der Gelegenheit die Klamotten nochmal waschen. Puh ... in dem Schrank habe ich aufgrund seiner Größe nicht nur meine gesamten Klamotten, auch die Bettwäsche, diverse Decken, ... "Zielkleidung" gelagert. Das kann lustig werden.

Seit Ewigkeiten saß ich mal wieder an meiner Nähmaschine .. wie habe das vermisst. Seufz. Das Problem ist, sobald ich mal dran sitze, komme ich nicht wieder los davon.
Aber meine Schwägerin hat mich gebeten, eine Tasche für sie zu nähen. Diesem Wunsch komme ich gern nach.
Außerdem mache ich ja mit beim Kreativbloggerwichteln bei LunaJu mit.
Dafür mache ich mir auch schon meine Gedanken und wäge ab. Eine Idee habe ich schon, die wird als Nächstes umgesetzt, eine andere Idee schwebt noch in meinem Hirn. Am liebsten würde ich was patchen, aber mein Wichtel schreibt, dass sie keine Quilts mag. Meint sie damit nur die Decken, die man landläufig als Quilt bezeichnet, oder jede Patchworkarbeit? Schwierig. Aber für eine Decke würde weder die Zeit, noch der finanzielle Rahmen reichen. Von daher ... ich denke weiter nach!

Außerdem muss ich jetzt endlich mal die ganzen Rechnungen drucken, die ich im Urlaub bearbeitet habe. ;) Damit die Kohle auch bis zu mir kommt.

Mein Garten schreit auch ganz laut nach mir. Unglaublich, wie das Zeug in 3 Wochen schießt. Vor allem aber das Unkraut. Alles grün, Wahnsinn.

Außerdem Kurse planen, Frauen anschreiben, emails beantworten, Hausbesuche machen ... der alltägliche Wahnsinn hat mich wieder.
Ich habe mir vorgenommen, nächstes Jahr die kompletten Ferien frei zu nehmen. Mal sehen, ob mir das gelingt.

Heute Abend kam die große Tochter zu mir und fragte, wie das denn mit einer Kur funktionieren würde. Wer das bezahlt, wo man die beantragen muss. Ich erklärte es ihr und fragte, wer denn in Kur will ... und sie darauf ... na du! Sie zählte mir alle meine krankheiten und Baustellen auf und sagte, ich solle doch mal in Kur fahren. Sie würde sich um alles (Schwester, Hund, Haus ... ) kümmern. Ist sie nicht süß?
Aber drei Wochen hier alles zurück lassen? Ich glaube, das funktioniert nicht. Ob ich mich da entspannen könnte?
Aber mal eine Woche weg?! Richtig weg ... ohne alles ... das ist vielleicht zu realisieren. Ich behalte es mal im Kopf. Sowas muss ja gut geplant werden.

Dafür ist die kleine Tochter heute gar nicht nach Hause gekommen. Ohne Bescheid zu sagen. Okay, ich wusste, wo sie ist, aber das sie zwei Nächte weg bleibt, war so nicht abgesprochen. Nach einer kurzen Panik (ich war 3 Stunden nicht zu Hause, in der Zeit hab ich sie eigentlich zurück erwartet) klärte es sich dann aber doch noch auf. Nun ja, 13jähre Teenies ... sind irgendwie unberechenbar.

So, das waren ein paar Schnipsel aus meinem derzeitigen Alltag. ... Ich komme wieder.




Dienstag, 7. Februar 2017

Schnipsel nennt man das wohl

... in der Bloggerwelt, wenn man irgendwie alles zusammenfasst, was die letzten Tage, ähm Wochen so passiert ist.

Zum einen war ich kurz nach meinem letzten Post zum Fahrsicherheitstraining. Aufregend, das kann ich euch sagen. Zumindest für mich. Denn ich und Fahren im Winter, das sind so zwei paar Stiefel.
Nun, ich habe es überlebt, mein Auto auch ... ich bin etwas klüger, etwas gelassener, etwas vorsichtiger ... unterm Strich kann ich aber sagen, dass es mir definitiv was gebracht hat.

Da ich von der ganzen Sache so begeistert war, habe ich dem großen Tochterkind und ihrem Freund so ein Training zu Weihnachten geschenkt. Jetzt muss die Tochter 18 werden und vielleicht auch ein eigenes Auto haben, dann können die beiden loslegen. Sie haben beide schon sehr bedauert, dass dann ja nicht mehr Winter ist. Nun, was soll ich sagen? Ja, das war schon irgendwie cool, so auf der verschneiten Piste.



Mein Patenkind habe ich auch mal wieder getroffen, und es war sehr süß, das muss ich zugeben. Mit der Mama habe ich irgendwie gerade eine Art Burgfrieden, ich hoffe, der hält an. Ich weiß, das liegt auch sehr an mir. Und ich gebe mir große Mühe!
(Ja, ich rede skryptisch, da ihr ja nicht wirklich wisst, worum es geht. Entschuldigung! Ich erzähle grad trotzdem nicht mehr. Sprengt den Rahmen, sagte ich ja schon mal.)



Seit Ende Januar mache ich auch nach längerer Pause mal wieder einen Geburtsvorbereitungskurs.
Es ist ja nicht so, dass mir das keinen Spaß machen würde. Die Frauen sind alle sehr nett und die Runde scheint sich gut zu verstehen, von daher sollte es eine gute Zeit in den nächsten Wochen werden.

Gerade sind wir intensiv dabei, unseren syrischen Freunden beim Umzug zu helfen. Das sieht im Moment vor allem so aus, dass wir Sachen hin und herfahren, gebrauchte Möbel irgendwo ab- und an anderer Stelle wieder aufbauen ...
Aber ich freue mich, dass sie bald in größeren Wohnraum ziehen. Bin ja eh so fasziniert, wie die Familie es zu sechst in einer kleinen 3-Zimmer-Wohnung so gut miteinander aushält.
Mein Mann hat seit heute wieder massive Rückenschmerzen und ich hoffe inständig, dass er bis Samstag fit ist, dass er den Abbau einer riesigen Schlafzimmer-Anbauwand managen kann. Ich weiß nicht, wie das sonst funktionieren soll. Denn das sind Dinge, die unsere arabischen Freunde nicht so richtig beherrschen. Aber wo hätten sie es auch lernen sollen?

Letzte Woche habe ich mir dann auch meinen MRT-Befund erklären lassen. Leider ist es doch nicht so, dass nichts bei rausgekommen ist. Auch wenn der Arzt sagt: kann man operieren, muss man aber nicht, werde ich es wohl doch operieren lassen. Am Donnerstag bespreche ich es mit dem Arzt, der es letztendlich operieren wird, mal schauen, was der so erzählt.
Ach ja, was ich habe ... einen weichen und ausgefransten Knorpel mit einem Riss (muss man nicht operieren), ein vernarbtes Kreuzband (muss man nicht operieren), Wassereinlagerungen (ja, das sehe ich sogar äußerlich), eine Bindegewebsfalte (Plica irgendwas, die wird letztlich der Übeltäter sein und die lohnt es sich wohl abzutragen) und eine Zyste.
Mein Plan ist, wenn es denn notwendig ist, die OP im Sommer machen zu lassen, nach oder am Ende der Ferien. Aber das bespreche ich einfach mal mit dem Doc. Das Knie ist schmerztechnisch gerade hübsch stabil. Wenn ich denn nochmal ein Rezept für Physiotherapie bekomme, würde ich das bis zum Sommer gern nutzen wollen und dann entscheiden. Die Falte wird da nicht weggehen, aber laut Literatur kann sie auch wieder unproblematisch sein (wie wohl bei den meisten anderen Menschen). Nun ja. Alltagstauglich ist das Knie aber definitiv (noch) nicht wieder. Und das stört mich dann doch auf Dauer!

Krank war ich auch mal wieder. Nicht ganz so schlimm, wie das letzte Mal, aber doch schlimm genug, dass ich Hausbesuche und Kurse absagte. Auch jetzt habe ich immer noch Schnupfen und Druck auf den Ohren.
Aber derzeit sind viele Leute krank. Auch kleine Kinder. Gar nicht schön, aber ich weiß, dass es immer mal wieder so Jahre gibt.

Auch der Lockenhund hat immer wieder Probleme. Anfangs dachte ich, er hat zu viel Schnee aufgenommen. Für eine ganze Menge Geld war ich beim Tierarzt, der auch erstmal Ruhe reinbrachte in den Bauch. Aber blöderweise kommt es immer wieder. Bauchweh, blutiger Kot, ab und an Kotzerei ... braucht kein Mensch, und natürlich auch kein Hund. Nun ja, jetzt bekommt er mal ganz konsequent eine Weile allergiearmes Futter, vielleicht ist es gar nicht der Schnee sondern sein altes Darmleiden, auch wenn es diesmal ganz anders daher kommt. Armes Hundevieh! Kann nicht fressen, was ihm schmeckt!



Am Sonntag habe ich leider meine erste Hausgeburt seit langem verpasst. Also die Geburt des Kindes habe ich verpasst. Das war mir schon klar, als meine Kollegin anrief und ich die Frau im Hintergrund tönen hörte. Da wusste ich, das ich es nicht schaffen werde. Und so war es auch. Ich kam 3 oder 4 Minuten zu spät. Nun ja. Nicht schlimm. Es kommt die nächste Gelegenheit. Und ich fahre ja auch nicht für mich zu den Geburten mit, sondern um meine Kollegin zu unterstützen.

Seit heute (der Blick auf die Uhr verrät mir, dass es seit gestern ist) ist die kleine Tochter im Skilager. Gestern hatte sie den ganzen Tag Bauchweh, aber sie wollte unbedingt mit. Seit Wochen freut sie sich drauf und da es auch nicht mal eben um die Ecke ist (sie sind im tschechischen Riesengebirge) habe ich sie natürlich mitfahren lassen.
Die erste sms kam dann am Abend ... das Essen ist beschissen, der Skilehrer ist fies und das Bauchweh nicht wirklich besser. Aber es wird gehen. ... Mein Mutterherz, ich kann`s euch sagen.

Vielleicht finde ich noch ein paar Fotos, die füge ich dann noch ein.
Aber das soll erstmal ein kleiner Rückblick gewesen sein. Ich ziehe es vor, jetzt mein Bett aufzusuchen. ;)

Man findet mich und etliche Fotos übrigens jetzt auch auf Instagram unter dem Synonym "bauchundnase".

Bleibt mir gewogen!

Mittwoch, 16. November 2016

So ein Feiertag

... kann zu einem richtigen Faultag werden, vor allem wenn das Teeniemädchen beschließt mit Freundinnen eine lange Filmnacht zu machen, die dann erst 2 Uhr in der Frühe endet.
Natürlich hätte ich nicht mitschauen müssen, aber nun ja, manchmal erliegt man auch als Mutter der Faszination von Teeniefilmen. Auch wenn ich anfangs nur geduldet wurde. ;)

Und so habe ich zumindest versucht, lange zu schlafen (leider bin ich an der Stelle kein Teenie mehr, schlafe schlecht ein, schlafe schlecht durch und noch schlechter schlafe ich lang), hatte ein spätes Frühstück mit den Mädels und habe mich dann Verbandsarbeit gewidmet. Eine wichtige Mail musste geschrieben werden. Und wichtige Mails dauern immer lang.

Mittlerweile ist es Mittag durch, ich sollte noch Hausarbeiten erledigen ... aber leider kämpfe ich nicht nur mit akuter Faulheit sondern auch mit akuter Unlust überhaupt irgendwas zu tun. Sowas nennt man wohl Antriebslosigkeit.

(Inzwischen ist es später Abend)

Diese Antriebslosigkeit macht mir extrem zu schaffen. Ich bekomme quasi nichts auf die Reihe, weil ich alles vor mir herschiebe. Das macht mich wahnsinnig ... und trotzdem schaffe ich es nicht, das abzustellen, mich zusammen zu reißen, es trotzdem zu wuppen.
Ich dümpel durch den Tag ... und versuche, oft am späten Abend, noch irgendwas auf die Reihe zu bekommen. Und kotze mich dabei selber an.
Ich stehe früh auf, weil ich aufstehen muss, ich kümmere mich früh um die Kids, ich kümmere mich um die Hunde, weil es getan werden muss, ich gehe arbeiten, weil es eben sein muss ... irgendwann komme ich heim, wieder Hunde, wieder Kinder ... dazwischen hätte ich schon noch Zeit. Die verschlafe ich oft, weil ich irgendwie dauermüde bin, ständig und immer schlafen könnte, außer natürlich Nachts. :(
Ich packe es nicht mal, mich für Liebenswertes, wie zum Beispiel meine Näherei, aufzuraffen. Dabei sollten es dieses Jahr so gerne genähte Geschenke werden. Ideen hatte ich viele.
Vom Bloggen ganz zu schweigen. (Dabei habe ich doch extra Geburtstagsbilder vom kleinen Tochterkind gemacht, die seit 9 Tagen ein Teeniemädchen ist.)

Woran das liegt?
Ich hoffe an meiner derzeitigen Einstellung der Schilddrüsenmedikamente. Denn wenn es (hoffentlich nur) daran liegt, dann lässt sich das relativ einfach beheben.
Blöderweise nicht von Heute auf Morgen.
Im Mai bin ich derart in die Überfunktion gerutscht, dass ich massive Herzbeschwerden hatte. Das war weder lustig für mich noch besonders gesund fürs Herz.
Ich bin also mit meiner Dosierung zügig nach unten ... und bin nun blöderweise in einer Unterfunktion. Nächste Woche, wenn ich zu meiner Ärztin zur Auswertung der Blutbefunde gehe, weiß ich mehr. Und dann kann ich sie hoffentlich davon überzeugen, mit der Dosierung wieder hoch zu gehen. Denn was nützt es mir, dass mein Herz zwar wieder schön langsam und regelmäßig schlägt, ich aber sonst nichts auf die Reihe bekomme.
Als ich meine Schilddrüsenkarriere begann (kurz nach der Geburt meiner kleinen Tochter, also vor etwa 13 Jahren) hat es über ein Jahr gedauert, bis ich halbwegs eingestellt war. (Ich denke lieber nicht drüber nach!)

Dazu kommt eine derartige Infektanfälligkeit ... so oft krank in Folge war ich schon seit Jahren nicht mehr. Ob das auch an der Schilddrüse liegt?

Mein Knie, was ja auch seit dem Sommer muckert, lässt sich auch Zeit. Die Physiotherapie hat zwar wirklich was gebracht und nachdem ich zeitweise kaum laufen konnte, bin ich wieder ganz gut unterwegs und phasenweise fast schmerzfrei. An Sport ist aber noch nicht zu denken, denn belastbar ist mein Knie (oder Bein oder?) noch nicht wirklich. Der Physiotherapeut hat getan, was er konnte, er meinte, das Ganze braucht jetzt aber seine Zeit. ... mhm ... Geduld ist nicht wirklich meine Stärke. (Wobei bei meiner derzeitigen Stimmung kommt es darauf auch nicht mehr an.)
Ich bin hin und her gerissen, ob ich vielleicht doch nochmal zum Orthopäden gehen soll. Aber was soll der tun? Er meinte, das Knie wäre in Ordnung und ich vertraue ihm (denn er ist ein wirklich vertrauenswürdiger Doktor!). Also doch der Geduldsweg.
Aber um mir was Sportliches für zu Hause zu überlegen, fehlt mir die Motivation (siehe oben).

Okay, jetzt ist es doch mal wieder ein Jammer-Post geworden. Das wollte ich eigentlich vermeiden.
Allerdings liegt mein Herz auf der Zunge und es ist ja auch grad der Wurm drin ...
Nun ja. Da muss der verehrte Leser jetzt durch. ;)

Mal sehen, ob ich es in den nächsten Tagen wenigstens schaffe, ein paar hübsche Bilder einzufangen und zu posten.


Ach, eine neue Neuigkeit habe ich doch noch!
Ich habe mich entschlossen, wieder in die außerklinische Geburtshilfe einzusteigen.
Wahrscheinlich ist das verrückt in der heutigen Zeit. aber eine liebe Kollegin, die Haus- und Geburtshausgeburten begleitet, wird ab Januar ganz allein arbeiten (die Kolleginnen haben entweder aufgehört oder sich eine Auszeit genommen) und da ich so Sehnsucht nach schönen Geburten habe (weit weg von all den Horrorgeschichten, die gerade in den Kliniken und im wahren Leben laufen), hab ich ihr angeboten, als Zweite mitzugehen. Es wird sicher Situationen und Tage geben, wo ich das bereue.
Die erste Änderung: ich bin wieder nur noch mit Handy unterwegs. Sogar ins Bett nehme ich das Teil wieder mit. Nun ja, so ist es.
Die erste Geburt steht schon an, die Frau hat morgen Termin, seit 3 Wochen stehen wir in Bereitschaft und in den nächsten Tagen wird es dann wohl kommen, das Kindelein. Ich bin zwar nicht die hauptverantwortliche Hebamme ... aber doch gehörig aufgeregt. Wie wird es sich anfühlen? Ist es die richtige Entscheidung?
Es schränkt mich und auch uns als Familie wieder ziemlich ein. Wie werden meine Kinder damit umgehen, wenn ich plötzlich weg muss? Wie vertragen es die Hunde?
Nun ja, ich werde berichten. :)

Mittwoch, 27. Januar 2016

Erwähnte ich schon

... dass ich Schreibtischarbeiten hasse?

Ich saß gerade etwa drei Stunden am Entwurf für Gutscheine.
Mein alter Anbieter, der meine ganzen Daten gehabt hätte, wo mich das ganze vielleicht drei Klicks gekostet hätte, der hat die Visitenkarten aus dem Programm genommen.
Sowas dämliches.

Ich musste also bei einem anderen Anbieter ganz neue Gutscheinkarten gestalten. Und wer das schon mal gemacht hat, der weiß, wie langwierig das ist. Da ist das Foto zu groß, dort das Bild zu klein, die Schrift sieht doof aus, der Text passt nicht hin ...

Ich habe jetzt etwas, was nur semioptimal ist, aber gehen wird.

Aber meine Nerven ....


Donnerstag, 20. Juni 2013

Nachdem ich

... bei Firefox scheinbar wieder was schreiben kann, mache ich das hiermit doch gleich.

Eigentlich geht es mir gut.

Eigentlich.

Denn "uneigentlich" kann ich grad gar nicht so richtig in Worte fassen wie es mir geht. ...
Ich hab massig zu tun. Das ist natürlich toll. Das hab ich mir gewünscht.
Und doch ist es irgendwie zu viel. Jedenfalls meiner Stimmung nach zu urteilen.
Ich habe mal versucht zu überschlagen. Ich arbeite etwa 6 - 8 - 10 Stunden am Tag. Es gibt Tage, da ist es auch mehr. Seltener weniger. Diese Stunden arbeite ich nicht immer am Stück. Ich habe Abends Kurse, Massagen, Gespräche ... Vormittags Kurse und /oder Nachsorgen ... Eigentlich ist das nicht viel und die meiste Zeit auch nicht wirklich "vollzeit".
Trotzdem komme ich an meine Grenzen. Vielleicht weil ich in den letzten Monaten so gut wie kein Wochenende frei hatte. Klar, ich mache da nur die notwendigsten Hausbesuche. Aber ich habe eben nicht frei.
Und es ist eben doch anstrengend. Immer neue Menschen, neue Babys, neue Herausforderungen.
Ja, ich verdiene damit auch ein nettes Sümmchen. (Dafür muss ich mich allerdings hinsetzen und Rechnungen schreiben. Auch etwas, wozu ich mich stark motivieren muss.)
Davon leiste ich mir mal Essen gehen, ein Smartphone für die Tochter, einen Ofen für`s Haus, eine Gartenhilfe (ok, die ist erstmal nur geplant) ...

Doch meine Stimmung ist grad irgendwo ... unten irgendwie.

Und das macht mir Sorgen.

Mir ist irgendwie alles egal. Der Blog hier, mein Haushalt, mein Garten, ... Ich funktioniere im Nötigsten. Mache Essen (und das ohne Freude, was bedeutet, dass es eigentlich nur schnelle Küche gibt), versorge und fahre die Kinder, wasche Wäsche wenn sich nichts mehr zum Anziehen findet  ... Alles andere versumpft. Um Chaos. Im Dreck.

Die Sonne tut mir gut. Nein eigentlich auch nicht wirklich. Denn grad ist es zu heiß. Und ich habe eine Sonnenallergie und halte mich nur im Schatten auf. Anders geht es gar nicht. Trotzdem heben diese hellen Tage auch irgendwie die Stimmung und ich schaffe vielleicht ein paar Handschläge mehr.

Ich merke, wie ich lese um weg zu sein. Tauche ab in fremde Realitäten. Das kann ich zum Teil stundenlang und vergesse zu schlafen.
Müde ist meine Haupteigenschaft.
Dabei würde ich gern nähen. Ich habe seit Monaten meine Nähmaschine nur von weitem gesehen. Und selbst das nur selten.

Wäre ich nicht Hebamme aus Leidenschaft ...ich würde kündigen. Sofort.
Und mich umorientieren. Einen Job, wo ich 60 bis 80 Prozent regelmäßig arbeite. Ohne Wochenende. Vor allem das. Oder nur jedes zweite. Man wird ja genügsam.

Für`s neue Schuljahr habe ich mir vorgenommen unbedingt weniger zu arbeiten. Ich übe mich schon im Nein-Sagen. Wie schwer das fällt. ... Aber ich muss. Seit Monaten arbeite ich quasi durch.

Am Sonntag habe ich Geburtstag. (Und ich befürchte, einen Hausbesuch werde ich auch an dem Tag machen müssen.)
Ich habe mir ein paar Leute eingeladen. Wenn das Wetter mitspielt werde ich sicher eine gute Zeit haben.

Und dann werde ich durchhalten. Bis August. Bis zum Urlaub!
Und im Urlaub werde ich wegfahren. Weit weg. Und mein Handy ab und zu vergessen.

...

Oje. Für diesen Thread habe ich eine Woche gebraucht. Und er hört sich sehr nach Jammern an. ...

Eigentlich geht es mir gut! Ehrlich!

Montag, 25. März 2013

Lust und Frust

... einer freiberuflichen Nachsorge-Hebamme ist, dass es zwar sein kann, dass sie Sonntag Abend nach 9 noch zu einem Hausbesuch raus muss, dass sie aber auch das Privileg hat, ein frischgeschlüpftes Geburtshausbaby besuchen zu dürfen.

Mittwoch, 20. Februar 2013

Anschauen

... und genießen!
Hach!


Mal einen Brei-Kochkurs

... durchzuführen, das hatte ich mir schon lang überlegt. Bisher scheiterte es an Interessenten. Aber im letzten Rückbildungskurs fragte mich eine Mutter, ob ich sowas nicht mal machen könnte. Also frate ich rum und siehe da, es waren 8 interessierte Personen. Nun denn, wir haben einen Tag festgelegt und ich hab mir so meine Gedanken gemacht. Vorträge zur Beikosteinführung hatte ich ja schon in der Vergangenheit gegeben. Aber diesmal wollte ich auch kochen. Deswegen gibt es in der neuen Praxis eine Miniküche und einen Herd.
Für weniger als 15 Euro (entspricht preislich etwa 15 großen Babybreigemüsegläsern) besorgte ich im Bioladen Gemüse für mehr als 40 Breiportionen. Sieben Frauen und ein Mann putzten und schnippelten an dem Abend in einer Geschwindigkeit das ganze Zeug, ich war noch gar nicht fertig, die Töpfe rauszusuchen, da war schon alles vorbereitet.
In insgesamt 8 Töpfen köchelten Kartoffeln, Karotten, Fenchel und Co., während ich meinen Vortrag hielt.
Anschließend ging es an die große Breiverkostung und es war spannend, wie unterschiedlich die Frauen auf Pastinake und Rote Bete reagierten. Zu muffig fand z.B. die eine den zugegeben sehr leckeren Pastinakenbrei, während die andere die rote Bete überraschend wohlschmeckend fand.
Letztendlich war soviel Brei "übrig", dass jede Frau locker 5 und mehr Portionen mit nach Hause nehmen konnte. Ich bin nur auf einer größeren Portion doch recht sauren Apfelmus und den Kartoffeln (das war einfach zu viel zu viel) sitzen geblieben. ;)
Es war ein lustiger Abend und ich hoffe, dass ich mal wieder genug Frauen zum Brei-Kochen finde.

Dienstag, 29. Januar 2013

Jeden Tag formuliere

... ich in Gedanken einen Blogeintrag, um es dann doch nicht schaffen, ihn zu verfassen. Sehr schade, irgendwie.
Beschreibt aber auch ein bisschen, wie mein Leben gerade läuft.
Eigentlich mag ich es ja nicht , alles auf einen Rutsch zu schreiben, aber wenn ich nun schon einmal sitze ...

Seit gefühlten Wochen arbeite ich durch. Und das fühlt sich irgendwie nicht richtig an. Ich merke, wie mein Akku immer leerer wird. Gerade an den Wochenenden überkommt mich eine unbeschreibliche Müdigkeit. Jeden Morgen, wenn die Kinder aus dem Haus sind, muss ich mich zusammenreißen, um nicht aufs Sofa zu sinken, "noch 5 Minuten" zu seufzen und um zu schlafen.
So kann es definitiv nicht weiter gehen. Ich mag meinen Beruf, aber ich mag es auch, wenn ich mich wohl fühle.
In 1 1/2  Wochen fahren wir für 5 Tage in den Urlaub, und obwohl ich so gar keine Lust habe werde ich diese Zeit nutzen um meinen Akku aufzuladen. Weit weg von aller Arbeit gelingt es mir hoffentlich. Ich hoffe natürlich auch, viel schlafen zu können.;) Ich werde durch den Schnee und Sonnenschein (hoffentlich) wandern, mit meiner Freundin schwatzen und mir vorstellen, ich mache einen Wellnessurlaub.
Und danach, ja danach werde ich mir weiterhin vornehmen, zu lernen Nein zu sagen. Nein, wenn eine Frau mich anruft und mein Monat schon voll ist, Nein, wenn Kurstermine für eine Frau nicht passen und nicht wegen dieser einen Frau den Kurs verschieben um dann festzustellen, dass es hinten und vorne nicht passt, Nein zu sagen, wenn ein Kurs voll ist und nicht einen zweiten Kurs parallel laufen zu lassen ...

Halb Sachsen ist krank. Oder sagen wir, die halben Schulen. Die kleine Tochter, die Zeit ihres kurzen Lebens schon immer gern alle Viren mit nimmt, die ihr angeboten werden, schlägt sich tapfer. Letzte Woche war sie ein paar Tage zu Hause, nachdem ich sie wegen "es geht ihr gar nicht gut" aus der Schule abholen musste. Aber letztlich kränkelte sie nur. Da es wohl die Grippe ist, die grassiert, will ich mal gar nichts sagen.
Die große Tochter klagt seit gestern über Halsschmerzen. Mal sehen, wie lange die mitmacht. Und obwohl ich dringend eine Auszeit brauche, möchte ich nicht krank werden. Krank sein heißt in meinem Fall nämlich immer, dass sich die Arbeit nur nach hinten verschiebt. Und das finde ich nicht wirklich besser. Dann macht das ganze kranksein keinen Sinn. ;)
Also: Gesund bleiben! ist die Devise!

 Vor genau einer Woche habe ich mir meinen kleinen Zeh verrenkt. Sehr schmerzhaft. Ich war auch sicher, dass er gebrochen ist, der Zeh, aber das Röntgenbild zeigte "nur" eine Verschiebung im zweiten Gelenk. Und wenn ich mir meinen Zeh so anschaue, dann wird die wohl bleiben. Trotzdem werde ich tapfer drei Wochen lang meine Zehen tapen oder anderweitig zusammen kleben. Unangenehm fasziniert bin ich, wie schmerzhaft so eine Angelegenheit ist. Und wie langwierig.

...

Sicher hätte ich noch mehr zu berichten. Aber ich muss jetzt gleich die Praxis putzen, duschen, mich auf den Kurs vorbereiten, der nachher läuft, Rechnungen ausdrucken, Arzttermine wahrnehmen, Hausbesuche absolvieren, Kurstermine zum gefühlt 100sten Mal verschieben, Frauen anrufen, einkaufen gehen, ... ganz zu schweigen von dem bisschen Haushalt.

Habt eine gute Zeit! Ich lebe noch, und wenn die Zeit es zulässt, werde ich mich hier auch hin und wieder blicken lassen.

Donnerstag, 1. November 2012

Mein Leben besteht

... derzeit aus Arbeiten, Essen, Schlafen, Essen, Arbeiten, ...
Und ich begegne täglich den unterschiedlichsten Menschen: junge und reifere Frauen, verrückte und gediegene Frauen, Frauen, die stillen und solche, die es nicht tun, Frauen, die entspannt und Frauen, die mächtig aufgeregt sind, Frauen, die wissen was sie wollen und solche, die noch keinen Plan haben, Männer, die unsicher sind und Männer, die tough durchs Leben ziehen, Männer, die zitternd am Wickeltisch stehen und solche, die stundenlang das weinende Kind durch die Gegend tragen, Männer, die das Kind lieber nicht anfassen und solche, die jede Windel wechseln ...
Und alle haben tolle Babys. Babys, die viel friedlich schlafen und Babys, die die Nacht zum Tag machen, Babys, die das Bauchweh plagt und solche, die nichts aus der Ruhe bringt, solche, die diesen Herzschmelzblick draufhaben und jene, die ihren Charme hinter herrlichen Stirnfalten verstecken. ...
Ich finde meinen Beruf gerade wahnsinnig anstrengend ... aber ich liebe ihn. Ich liebe diese Begegnungen mit den vielen unterschiedlichen Menschen und ihren zuckersüßen Kindern.
Ich liege Abends auf dem Sofa und möchte mich keinen Zentimeter mehr rühren, trotzdem stehe ich früh auf und irgendwie freue ich mich auf den Tag.

(Morgen hab ich 10 Hausbesuche und frage mich, wie das passieren konnte.)

Mittwoch, 31. Oktober 2012

Die sturmfreie Bude

... kann ich gar nicht genießen.
Gerade heute (hier in Sachsen ist Feiertag) wäre ein freier Tag wirklich klasse gewesen. Bis Ende letzter Woche habe ich mir ausgemalt, wie ich Ausschlafe, gemütlich frühstücke, danach Liegengebliebenes erledige, ein bissel im Garten rumwühle und den winterfest mache.

Und nun? Der einzige Luxus, den ich mir heute gegönnt habe, war das Ausschlafen. Und das ich zwei Telefonate erledigt habe, die schon lange nötig waren. In einer halben Stunde muss ich weg zu 6 (!) Hausbesuchen. Wie konnte das nur passieren? *jammer*

Wenn ich sehe, wie der Nachbar im Garten wütet (draußen sind frühlingshafte Temperaturen, der schmelzende Schnee verstärkt diesen Eindruck noch), dann könnte ich das große Heulen kriegen.
Ich habe hier noch zwei Töpfe mit Chutney stehen, der dringend in Gläser muss.
Seit Tagen habe ich Kopfschmerzen. Wahrscheinlich wegen einem verdrehten Halswirbel. Ich merke ihn, habe aber keine Zeit, etwas dagegen zu unternehmen.
Im Schrank meiner Tochter ist noch Sommer.
Meine Wohnung sieht aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen. (Ich brauche dringend eine Putzfrau!!!)
Mein Hund tut mir bei der ganzen Sache am meisten leid. ...

Es gibt Momente, da fühle ich mich wie kurz vor dem Durchdrehen.

(Ach ja, sturmfrei hab ich, weil beide Kinder unterwegs sind. Die große Tochter singt bei einem Chor mit und die kleine Tochter besucht ihre Patentante im Ländle.)

Sonntag, 14. Oktober 2012

An einer Zusammenfassung

... der letzten Tage möchte ich euch teilhaben lassen.
Die Erkältung der Tochter hält sich im Rahmen. Bisher wurde es keine Bronchitis, und das Ganze schon wieder abebbt hoffe ich auch, dass es nicht noch mal umschwenkt und schlimmer wird.

Die Frau, die von der Familienhilfe angekündigt wurde, ist ... sehr speziell. Ich bin gespannt. Am Dienstag bin ich wieder dort. Allein diesmal.
Ihr macht euch gar kein Bild, in was für Familien ich manchmal bin. Da frage ich mich wirklich, wie die Kinder dort groß werden sollen, wenn die Mütter kaum lebensfähig sind. Und ich stelle mit Erstaunen fest, wieviel Geld und Zeit in solche Familien investiert wird. Und das ist ein ewiger Kreislauf. Aus kaputten Familien kommen kaputte Kinder, werden kaputte Erwachsene, die dann wieder kaputte Kinder bekommen. Wie deprimierend.
Aber zum Glück sehe ich auch Positives, erlebe Familien, wo es rund läuft. Das macht mir dann wieder Mut.

Am Freitag hatte ich den Krönungstag einer arbeistreichen Woche. Halb 8 am Abend war ich zu Hause. Und dann kam noch ein einstündiges Telefonat dazu von einer Frau, die ich vor 2 Jahren betreut habe und die grad massive Probleme mit ihrem Töchterchen hat und sich von mir Rat erhoffte. Da red ich dann meist nur noch von Mutter zu Mutter. Trotzdem mag ich die Frauen nicht einfach abwimmeln.

Ich habe die letzten drei Wochen eine syrische Familie betreut und durfte jedes Mal arabische Gastfreundlichkeit erleben. Immer gab es einen Kaffee und Gebäck am Ende des Besuches und am Freitag haben sie sogar gekocht. Das war angekündigt und ich habe meine Tour so gelegt, dass ich als Letztes bei ihnen war. Couscous mit Gemüse, Hühnchen und Salat. So lecker! Und extra für mich nicht scharf. Anschließend noch den obligatorischen Kaffee ... ;)
Gerade was die Gastfreundlichkeit und Freundlichkeit betrifft, da können wir doch einiges lernen.

Am Samstag waren wir (nach drei Hausbesuchen und einem Schnelleinkauf) bei der lieben Sigrid und ihrem Mann. Wir durften bei ihr Äpfel pflücken. Obwohl der Baum dieses Jahr gar nicht so viel trug (wie letztes Jahr), haben sie die Ernte mit uns geteilt. Vielen Dank dafür, und für den leckeren Apfelstrudel und die Zeit, die ihr euch genommen habt (auch wenn Monopoly so gar nicht mein Spiel ist, dem großen Tochterkind hat es dafür um so mehr gefallen). Das machen wir mal wieder!

Heute habe ich mal drei Stunden Kinderfrei. Eigentlich wollte ich meinen Papa in der Reha-Klinik besuchen, aber es lohnt sich einfach nicht. Für 2 Stunden Fahrt müsste könnte ich nur 1 Stunde dort bleiben, denn morgen ist wieder Schule und da möchte ich es nicht zu spät werden lassen. Wie schade. Aber irgendwie habe ich das bei meiner Planung gar nicht bedacht ... eben die lange Fahrt und dass es sich so gar nicht lohnt. Tut mir leid für meinen Papa, der dieses Wochenende keinen Besuch erhält.
So werde ich ihn nur anrufen und mich jetzt meinen Wäschebergen widmen. Die haben es auch dringend nötig!

Der Gatte weilt derzeit in Amerika und es scheint ihm gut zu gehen. Jedenfalls haben wir ihn heute morgen kurz per skype sehen können und die Kinder haben einen kleinen Plausch mit ihm gehalten. Man muss dazu sagen, es war hier um 8 und dort um 2. Er hatte den Weg ins Bett noch nicht gefunden. Es kam wohl ein New York Trip dazwischen. ;)

Die nächste Woche wird wieder arbeitsreich und ich hoffe weiterhin, dass niemand krank wird. Das wäre derzeit mein worst-case-scenario. Da darf ich gar nicht dran denken. ;)

Hier ist noch eine Woche Schule und dann sind schon wieder Herbstferien.

Ich wünsche allen da draußen eine sonnige Woche!






Mittwoch, 10. Oktober 2012

Heute kam ein Anruf

... von einer Familienhilfe. Sie bräuchte dringend eine Hebamme in der Familie. Das Jugendamt wünscht das so. Aber die Frau will nicht.
Das heißt, die erste Nachsorge im Zwangskontext. Was ich sonst noch so erfahren habe (oder was eben auch ungesagt blieb) ... lässt mich sehr, nun sagen wir: gespannt sein.

Ansonsten kann ich mich über Arbeitsmangel grad gar nicht beklagen. Und auch jede Menge Aufreg-Momente habe ich durchzuhalten. Nabelverätzende Kinderärzte, Gewichtskontrollsüchtige Kinderärzte, panische und damit die Frauen verrückt machende Frauenärzte (Kind zu klein, das wird sicher eine Frühgeburt ...), dauernd CTG-schreibende und ständig ultraschallende Frauenärzte (ihr kennt doch sicher: wer viel misst misst Mist - genau so auch hier), ... neben Frauen, die ständig den Fernseher laufen haben, im Dreck leben oder Dauerzigarette rauchen. ... Die Kombination aus allem neben der vielen Arbeit lässt mich manchmal fragen, warum ich mein ruhiges Hausfrauendasein vor drei Jahren aufgegeben habe.
Und wenn ich dann nachdenke, was ich sonst so machen könnte, dann fällt mir nichts wirklich Kreatives ein (außer vielleicht der Idee, ein mittelalterlich geprägtes Gasthaus zu führen).
Als Erstes muss ich wohl lernen, Nein zu sagen. ;)

Montag, 1. Oktober 2012

Am nächsten Tag

... ist besagter Mann Mittags nach Hause gegangen. Mit Erlaubnis seiner Frau und nachdem sie mit mir Rücksprache gehalten hat. Es stellte sich heraus, dass er viel zu Lernen hatte und nicht sinnlos irgendwo rum sitzen wollte. (Der Gatte hat das übrigens sehr gut verstehen können. ;) )
Danach war alles schick. Mir ging es gut, die Stimmung in der Restgruppe war gut ... und ich hatte im Endergebnis das Gefühl dass es ein guter Kurs war. Und ich sowas vielleicht doch nochmal wiederholen kann.

Samstag, 29. September 2012

Warum ich so ungern

... Geburtsvorbereitungskurse mache, daran habe ich mich heute schlagartig erinnert.
Heute Abend habe ich einen Wochenendkurs begonnen. Mit 3 Paaren, 2 davon extrem motiviert und gut drauf. bei dem dritten Paar ist der Mann gelinde gesagt eine Katastrophe. Er wird nur seiner Partnerin zuliebe mitgekommen sein ... und lässt es mich spüren. Boah ist der schlecht gelaunt. Die Krönung war, als er nur noch stehen wollte. Alle saßen, er stand. Und machte uns alle total nervös damit. Und seine Kommentare ... sarkastisch ist geschmeichelt.
Ich weiß gar nicht, wie ich den morgigen Tag durchstehen soll!?

Freitag, 21. September 2012

Richtig viel zu tun

... hab ich gerade. Meine Güte!
Und dabei die volle Bandbreite an Problemen und Fragen. Inclusive telefonische Beratungen bis gefühlt in die Nacht hinein.
Schön, klar, aber auch total ungewohnt. Ich bin doch nur eine Teilzeit-Hebamme. ;)
Zum Beispiel heute war ich 8 Stunden am Stück unterwegs, ohne Pausen. Mein Magen hing 18 Uhr, als ich dann endlich zu Hause war, in den Kniekehlen. Ich hab mir meine Familie geschnappt und wir sind zu einem Thai-China-Vietnam-Imbiss gefahren. Denn zum Kochen hatte ich Null Bock!
Jetzt bin ich irgendwie total fertig und werde jetzt entweder auf dem Sofa oder doch lieber gleich im Bett einschlafen.
Und da meine Gedanken Purzelbaum schlagen schreibe ich hier gar nicht weiter, denn ich habe schon drei Ansätze gelöscht.
Ich wünsche allen ein erholsames Wochenende!

Dass Arm und Reich

... nah beieinander liegen, ist ja hinreichend bekannt. Dass die Schere immer weiter auseinander klafft, eigentlich auch.
Und gerade tauche ich quasi täglich ein in diese zwei Welten.
Auf der einen Seite eine Frau in einer abgewohnten Wohnung in einem Brennpunkt-Stadtteil, auf der anderen Seite eine Frau im schicken Architekten-Haus, Marmorbad, Designerküche, unverbauter Blick am Rande der Stadt. Bei der einen schreit dich die Armut an, bei der anderen das Geld.
Wirklich krass, vor allem wenn man erst zur einen, dann zur anderen geht.

Mittwoch, 25. Juli 2012

Ich bin ein Depp

... ein gutmütiger zwar, aber eindeutig ein Depp.
Oder wie soll ich es sonst deuten, dass eine Frau es schafft, mich so um den Finger zu wickeln, dass mein professionelles und wirtschaftlich denkendes Hirn einfach ausgeschaltet wird?
Diese Frau weckt wahrscheinlich alle Mutterinstinkte in mir. Anders kann ich es mir nicht erklären.
Alleinerziehend, gesundheitlich angeschlagen, vom Leben sicher nicht verwöhnt worden ... sie sagt mir, wann ich kommen soll, schafft es, dass ich deutlich länger als geplant bei ihr bleibe, dirigiert mich in ihrer Wohnung herum (machen Sie mal bitte eine Milch warm ... könnten Sie bitte mein Kind füttern ... ich möchte gern duschen, könnten Sie so lange noch bei meinem Kind bleiben ... ), bringt mich zum Lachen, bringt mich zum Verzweifeln (Frau Hebamme, ich habe jetzt seit Stunden nicht geschlafen, ich glaube, ich gebe mein Kind weg ... um mir im nächsten Atemzug völlig ernsthaft zu vermitteln, dass alles, nur dem Kind nichts passieren darf).
Im Grunde meines Herzens mag ich diese Frau wirklich gern. Und wahrscheinlich liegt da das Problem. Deswegen fahre ich abends nochmal hin, um ein schreiendes Kind zu beruhigen, lege meine Termine extra ans Ende meiner Runde, um Zeit zu haben und sie früh schlafen zu lassen, fahre nur für Sie nochmal los für einen separaten Hausbesuch, bleibe 2 Stunden, obwohl nachgeburtliche Hausbesuche pauschal und nicht nach Zeit bezahlt werden und die Krankenkasse höchstens 45 min. für einen Besuch plant. Erst gestern wieder kam ich extra am Abend und blieb über 2 Stunden. Und hätte ich nicht gesagt, dass ich jetzt aber wirklich gehe, sie hätte mich sicher noch länger da behalten.
Und das Kind ist inzwischen 4 Wochen alt.
Hach ja!

Donnerstag, 5. Juli 2012

Heute so

... 5.30 Uhr aufgewacht, immer wieder kurz eingeschlafen, der Wecker klingelte dann 6.08 Uhr.
Aufgestanden, große Tochter geweckt, Pausendosen für beide Kinder gerichtet, 6.30 Uhr die kleine Tochter geweckt ... 7.10 Uhr sind alle aus dem Haus. Frühstück für mich, nebenbei eine Blogrunde gedreht und nach meinen Mails geschaut. Um 7.45 Uhr ab ins Bad, dort die Wäsche aus dem Trockner geholt, zusammengelegt, nasse Wäsche in den Trockner und eine neue Waschmaschine angesetzt, schnell gewaschen (für Duschen ist keine Zeit mehr), angezogen, 8.10 Uhr eine Hunderunde gedreht, Vögel gefüttert, 8.20 Uhr Abfahrt.
Erster Hausbesuch: Kind hat einen massiven Soorbefall im Mund, Beratung der Mutter, Kind ist ansonsten fit wie ein Turnschuh (welch blödes Synonym). Zweiter Hausbesuch: Kind hat Bauchweh trotz weglassen der Flourtabletten, Beratung über Anlegen, Aufstoßen, nebenbei erfahren, dass die Eltern nachts ab und an zufüttern, leider die falsche Nahrung, auch darüber Beratung. Dritter Hausbesuch: entspanntes Kind, entspannte Mutter, kleiner Plausch und Aufklärung über Beikostalter, Rückbildung, Hebammenhilfe bis zum Ende der Stillzeit ...
Anschließend nach Hause gedüst. Kursraum vorbereitet für ein Paar, welches zur Einzelgeburtsvorbereitung kam. Von 11 bis 13 Uhr Einzelgeburtsvorbereitung, kurz Mails gecheckt, Hunderunde gelaufen, 13.30 Uhr das kleine Tochterkind abgeholt und zum Klavierunterricht gebracht, 15 Uhr zurück und kurz verschnauft. 15.15 Uhr auf dem Sofa eingeschlafen, 15.30 Uhr von einem Anruf geweckt, eine aufgelöste Schwangere, die ihr Kind nicht spürt, mit der einen Termin für den Abend vereinbart, 15.45 Uhr mein kleines Kind eingesammelt und zum Turnen gebracht und mich auf den Weg zu einem Hausbesuch gemacht. Das Kind dort hat das Essen nicht erfunden, nimmt aber langsam und stetig dabei zu. Die Mutter, welche gern und oft isst, versteht das gar nicht, beginnt es aber langsam zu akzeptieren. Nahtkontrolle, Beratung, gut Zureden! Dort um 17.15 Uhr bei strömendem Regen und Gewitter wieder aufgebrochen, dabei nass geworden bis auf die Haut (das Auto stand vorm Haus!!!), 17.45 Uhr das Kind vom Turnen abgeholt, schnell bei meiner Ärztin vorbei geflitzt und ein am Morgen geordertes Rezept abgeholt, Abendessen beim Dönermann geholt und gegen 18.20 Uhr verspeist. Um 19.10 Uhr eine Hunderunde gedreht, anschließend das große Tochterkind von einem Vorspiel abgeholt, nach Hause gebracht, 20.10 Uhr zu einem letzten Hausbesuch aufgebrochen. Dem Kind im Bauch geht es zeitentsprechend gut, die Mutter konnte ich hoffentlich beruhigen. Da ich die Frau schon vom ersten Kind kenne haben wir uns noch ein bisschen unterhalten und Überlegungen angestellt, wie es wohl diesmal werden könnte. Von dort gegen 21.30 Uhr wieder aufgebrochen
... dann einen Blogeintrag verfasst.

Euch schwirrt der Kopf? Mir auch!

Ich gehe jetzt ins Bett. Vorher sollte ich vielleicht noch die gewaschene Wäsche aus der Maschine holen. Eigentlich wollte ich zwischendurch noch eine Maschine ansetzen.
Und morgen? Wird auch ein voller Tag. Das Wochenende werden wir im Ländle verbringen, der Cheffe des Gatten lädt zum alljährlichen Sommerfest.