Mittwoch, 29. Dezember 2010

Ich habe einen halben Mandelstollen

... der wartet darauf, dass ich wieder Appetit habe. Selbst gestern Abend das asiatische Essen hab ich nur probiert. Aber das wird schon wieder. Immerhin esse ich überhaupt was. Dabei wäre das nicht-essen bei mir nicht tragisch, zugegebenermaßen.

Dem kleinen Tochterkind geht es besser. Sie ist immer noch bleich und sieht nicht wirklich gesund aus, und sie hustet auch noch wie blöd sobald sie im Bett liegt (arme Maus) und Nasentropfen helfen gar überhaupt nie nicht (in der Nacht wirklich dämlich!), aber sie ist gut drauf und das ist um Längen besser als das jammervolle Elend der letzten Tage.

Bei mir hat sich jetzt das Kranksein auf den Kehlkopf gelegt. Echt AUA, aber ich kenne es und kann damit umgehen, denke ich. Ich fühle mich ein bisschen wie ausgespuckt, aber mit dem richtigen I.bu-Doping lässt sich der Tag überstehen. Jedenfalls hat das Gestern funktioniert, als ich hardcore-mäißig meine gefühlten 20 Wäschekörbe im sitzen weggebügelt habe. Zumal ich schon das Gefühl habe, dass es zwar anders, aber doch irgendwie besser wird. Dass ich durch die Gegend schleiche und versuche so wenig wie möglich Luft zu holen (wegen der SChmerzen im Kehlkopf, Sie verstehen), das sollte man dabei nicht überbewerten.

Der Gatte hat sich gestern seine Krankheit weggearbeitet. Erst hat er Schnee geschippt (davon hatte sich wieder reichlich angesammelt) und später dann auf der Baustelle im Haus gewütet. (Leute, ich habe eine Badewanne! Sie steht zwar im unfertigen Bad, aber ganz theoretisch könnte ich baden!!!)

Das große Tochterkind ist fit. Absolut fit. Nicht mal einen Schnupfen. Ihre Erklärung dafür: Ich war doch vorher schonmal krank! Alles klar! Warum haben wir nicht selber dran gedacht?

So, ich werde jetzt einen Plan machen, nein eine Liste, denn einen Plan hab ich schon. Der sieht vor, dass wir heute Abend zu unseren Freunden ins Ländle fahren. Die Kinder freuen sich so sehr drauf und da nur noch ich wirklich schwächel werde ich das galant zur Seite schieben. Liebe - Sie wissen schon!
Und da mein krankengeplagtes Hirn doch sehr vergesslich ist, brauche ich eine Liste.

Nun denn, auf in den Kampf!

Dienstag, 28. Dezember 2010

Willkommen Schnupfen!

Dich hatte ich vermisst, wo ich doch wusste, dass du im Gesamtpaket mit enthalten bist. Taschentücher haben wir genug hier bereit liegen!

Montag, 27. Dezember 2010

Kranke Eltern

 und kranke Kinder sind eine reichlich bescheidene Kombination.

Dieses Weihnachten

... war irgendwie so gar nicht weihnachtlich. Zumindest nicht für mich und mein kleines Kind.

Nachdem mein Kind am Samstag Nachmittag sehr gut auf das Fiebermittel ansprach sind wir doch zu meinen Eltern gefahren. Mit der Vorstellung, am Abend wieder nach Hause zu kommen.
Den Nachmittag und Abend verbrachte mein Kind irgendwie auf dem Sofa, auf meinem Schoß ... und gegen abend fieberte sie wieder so hoch, dass wir kurzerhand beschlossen haben, bei meinen Eltern zu übernachten.
Die Nacht verlief dann ähnlich wie die davor, nur mit dem Unterschied, dass ich auch Fieber bekam. Ich konnte dann mit den Worten meines Kindes reden: Ich fühl mich gar nicht gut! Den Sonntag verbrachten mein Kind und ich im Bett, wobei es meinem Kind dezent besser ging. Das Fieber stieg nicht mehr so hoch und sie hatte auch immer wieder Lust etwas zu essen. Im Gegensatz zu mir.
Die Schwiegermutter meiner Schwester ist Kinderärztin und die haben wir dann am Abend noch das kleine Tochterkind abhören lassen. Und außer dem was offensichtlich war hat sie nichts gefunden. Das war zwar irgendwie unbefriedigend für mich (ich brauche eine Diagnose, nicht unbedingt eine Therapie, aber ich möchte gern, das das Ding einen Namen hat), aber gut, immerhin keine Lungenentzündung.
Diese Nacht waren wir wieder zu Hause. Das Kind hat sich die Seele aus dem Leib gehustet und gefühlte 100 Taschentüchter verbraucht. Mein Mann hat irgendwann (als ich dann den Inhalator anschmiss ;) ) das gemeinsame Bett verlassen, damit er überhaupt eine Chance auf Schlaf hat.
Der Stand der Dinge ist nun der: ich fühle mich beschissen (habe heute nacht nur dezent gefiebert und bin jetzt fieberfrei, fühle mich aber eindeutig krank), mein Mann fühlt sich nicht wirklich gesund, hält aber noch tapfer durch (von diversen: ich leg mich mal ein bisschen hin! abgesehen), das große Tochterkind ist fit und wird uns wahrscheinlich demnächst alle versorgen, und das kleine Tochterkind ist zwar fieberfrei, hat wieder mäßigen Appetit, aber sie hustet, hustet, hustet und hat einen Taschentuchverbrauch, dass ich mir um Nachschub echte Sorgen mache. aber sie sitzt am Tisch und spielt, das wäre gestern noch nicht denkbar gewesen.

Ich werde mich jetzt wieder hinlegen. Eigentlich hatten wir geplant, morgen abend ins Ländle zu fahren. Das werden wir morgen sicherlich nicht tun. Aber vielleicht übermorgen?

Samstag, 25. Dezember 2010

Der Morgen bringt

.... richtig viel Schnee und ein immer noch krankes Kind. Immerhin redet sie nicht mehr wirr. ;)
Im Moment bin ich hin- und hergerissen ob ich mich dem Wetter beuge und einfach zu Hause bleibe, oder lieber doch zum Arzt gehe. Wenn ich nicht gehe werde ich es wahrscheinlich spätestens heute Nacht bereuen. Wenn ich doch gehe, dann werde ich es im Wartezimmer bereuen. Ganz sicher!
Nun ja, immerhin hat mein Mann das Auto schon mal freigeschaufelt.

Wenn das Fieber

... die 40Grad-Marke knackt, dann werde ich doch langsam nervös. Vor allem, wenn ich ein Fiebermittel gegeben habe und der Körper das geflissentlich ignoriert. Und auch, wenn ich im Mund gemessen habe und weiß, dass es im P.o dann doch etwas höher sein wird.
Jetzt mache ich etwas, was ich noch nie gemacht, aber schon geraten habe. Ich gebe zwei Mittel im Wechsel. Nicht, weil ich Fieber nicht aushalten kann. Das kann ich gut - wenn ich nichts gebe. Ich tue das, weil mein Kind oberhalb der 40 Grad anfängt komische Sachen zu erzählen, und weil ich das am allerwenigsten aushalte. (Wie ich diese Schwäche hasse! Weiß ich doch, wie wichtig Fieber ist.) Und morgen geh ich wohl zum Arzt (statt zu bügeln), um eine Diagnose zu bekommen. Die Kliniktasche hatte ich vorhin in einem Anfall von jetzt-krieg-ich-das-Fieber-nicht-in-den-Griff!-oje-was-hat-das-Kind?-Angst schon mal gepackt.

(Noch während ich diesen Post schreibe sinkt das Fieber und mir fällt schlagartig wieder ein, warum ich das andere Mittel so hasse. Es wirkt so schnell, viel ZU schnell, viel zu krass für einen kleinen Körper, die Gefahr von Fieberkrämpfen steigt - denn so schnell wie das Fieber sinkt, so schnell steigt es auch wieder! Nun hoffe ich, dass ich meine Entscheidung nicht noch bereue und das kleine Tochterkind jetzt endlich ruhig schlafen kann.)

Draußen schneit es wieder. Frohe Weihnachten!

Freitag, 24. Dezember 2010

Allen da Draußen

... wünsche ich von Herzen gesegnete, besinnliche und friedvolle Weihnachten!

Möge der Weihnachtszauber auch eure Herzen berühren!

24.

Weihnachten
 
Die eisige Straße mit Schienengeleisen,
Die Häusermasse in steinernen Reih`n,
Der Schnee in Haufen, geisterweißen,
Und der Tag, der blasse, mit kurzem Schein.

Der Kirchtüre Flügel sich stumm bewegen,
Die Menschen wie Schatten zur Türspalte gehn;
Bekreuzen die Brust, kaum dass sie sich regen,
Als grüßen sie jemand, den sie nur sehn.

Ein Kindlein aus Wachs, auf Moos und Watten,
Umgeben von Mutter und Hirten und Stall,
Umgeben vom Kommen und Gehen der Schatten,
Liegt da wie im Mittelpunkte des All.

Und Puppen als Könige, aus goldnen Papieren,
Und Mohren bei Palmen, aus Federn gedreht,
Sie kamen auf kleinen und hölzernen Tieren,
Knien tausend und tausend Jahr im Gebet.

Sie neigen sich vor den brennenden Kerzen;
Als ob im Arm jedem ein Kindlein schlief,
Siehst du sie atmen mit behutsamen Herzen
Und lauschen, ob das Kind sie beim Namen rief.

(Max Dauthendey)

Donnerstag, 23. Dezember 2010

So habe ich mir das nicht vorgestellt!

Statt Bügeln, Geschenke einpacken, Putzen oder so diverse anderer notwendige Dinge sitze ich hier und schuckele ein krankes fiebriges Kind auf meinem Schoß, was zwischen Quasselstrippe (meine Füße sind ganz heiß, bekomme ich ein kaltes Fußbad? kann ich dir beim Geschenkeeinpacken zukucken?) und tiefster Verzweiflung (ich hasse Kranksein!!!) schwankt. Und in meinem Geist wächst der Berg der unerledigten Aufgaben.
Trotz meiner Abneigung gegen Fiebermittel (vor allem bei einer Marke unter 40) habe ich eben dieses verabreicht und hoffe, dass es wirkt und das Kind zur Ruhe kommt und schlafen kann.

Umdisponieren

... musste ich heute.
Zuerst bin ich auf halben Weg zur Nachsorgefrau wieder umgesdreht. Sie rief an, hatte das Kindelein inzwischen selber gebadet und befand, dass alles in Ordnung ist und ich nicht kommen müsse. In Anbetracht meiner vollen to-do-Liste war ich nicht so unglücklich darüber, nicht bis ans andere Ende der Stadt zu müssen.
Dann hatte ich kurzfristig meinen Lieblingsneffen zu Besuch. Da war an Bügeln nicht mehr zu denken. Ich habe nun zumindest mal die Rouladen für morgen gewickelt. Zu mehr bin ich irgendwie nicht gekommen. *pfeiff*
Außerdem musste auch die öffentliche Krippenspielprobe ohne mich stattfinden. Das kleine Tochterkind fiebert und so wie sie hustet tippe ich auf eine Bronchitis. Sie ist so richtig krank, liegt auf dem Sofa und knabbert an Apfelschnitzen rum. Also verzichte ich auf das Krippenspiel und darauf, Mann und großes Tochterkind als Hirten zum Jesuskind wandern zu sehen. Schade, aber nicht zu ändern. (Mal sehen, ob ich das Kind zu einem Lavendelwickel überreden kann.)

Mein Mann hat heute vormittag noch einen Weihnachtsbaum aufgetrieben. Eine stachelige Fichte mit gelben Nadelspitzen. Aber es ist ein Baum den man schmücken kann und der meine Kinder hoffentlich glücklich macht. ;) Nun ja, so kommt das Schmücken morgen noch mit auf den Plan. Das kleine Tochterkind wirds freuen!

Irgendwas wollte ich noch erzählen, aber leider fällt es mir nicht mehr ein. Nun denn, dann werde ich mal die Rouladen anbraten und vielleicht noch ein klein wenig bügeln. Geschenke einpacken muss ich ja auch noch. Und ein kleines bisschen aufräumen und putzen.
Nein, ich lass mich nicht stressen! Weihnachtsstimmung kommt bei mir immer erst nach Weihnachten auf, so ab dem ersten Feiertag. Das ist schon immer so gewesen. Das wird auch dieses Jahr so sein. Ist nicht schlimm!