... wenn ein Kaiserschnitt gemacht wird. Für die Mutter, für das Kind.
Ich hatte ja schon einmal darüber geschrieben.
Aber der Schnitt heute Nacht war die richtige Entscheidung. Ich hatte schon die ganze Zeit kein gutes Gefühl und nachdem die Herztöne des Kindes konsequent schlecht oder zumindest nicht wirklich gut waren, das Kind auf jeden kleinen Stress reagiert hat und auch die Geburtsgeschwulst kontinuierlich größer wurde, waren auch die Ärzte überzeugt, dass es besser ist, das Kind vorzeitig aus dem Bauch zu holen. Der Nabelschnur-ph-Wert hat dann gezeigt, das das Kind eindeutig Stress hatte im Bauch und man auch nicht viel länger hätte warten sollen.
Zwischen Entscheidung zum Schnitt und Geburt vergingen dann nochmal 50 Minuten, zum Glück waren die Herztöne relativ stabil. Allerdings gab es die letzten 30 min. keine Aufzeichnung der Herztöne (das Proceder im OP lässt das nicht wirklich zu) und ich war unendlich erleichtert, als das Kind schreiend geboren wurde.
Nun werden sich beide erholen.
Und ich mich auch. Samstag 12 Stunden Dienst und heute Nacht 6 (nein, fast 8) Stunden Nachtdienst ... körperlich kein Problem (vom Schlafmangel und den Kopfschmerzen mal abgesehen), aber meine Nerven ...! ;)
Montag, 11. Juli 2011
Drama, Drama
... großes Drama!
Nach einem dienstreichen Nachtdienst bin ich erst um 4 ins Bett und wollte eigentlich bis 11 schlafen. Oder zumindest bis halb 11. Leider war meine Familie anderer Meinung.
Gegen 9 hat mich der Hund geweckt (warum macht keiner die Schlafzimmertür zu und warum muss der Hund direkt neben mir bellen?), gegen halb 10 weckte mich meine Tochter, weil sie einen Farbkasten brauchte (kann ihr das nicht an einem anderen Tag einfallen?) und nur 10 Minuten und einen Wutschrei (erwähnte ich schon, dass ich ein Morgenmuffel bin) später, meinten meine Kinder, dass wir eigentlich zu viel Vögel hätten. Mal abgesehen, dass sie recht haben, müssen sie deswegen gleich einen in die Freiheit entlassen? Und natürlich war es der zahmste von den 11en, der auch noch die beste Kondition hat. Die offene Terrassentür zwei Zimmer weiter war die Einladung schlechthin für den Geier.
Jetzt hab ich hier zwei aufgelöste Kinder und einen Vorschlaghammer im Kopf. Drama!
Nach einem dienstreichen Nachtdienst bin ich erst um 4 ins Bett und wollte eigentlich bis 11 schlafen. Oder zumindest bis halb 11. Leider war meine Familie anderer Meinung.
Gegen 9 hat mich der Hund geweckt (warum macht keiner die Schlafzimmertür zu und warum muss der Hund direkt neben mir bellen?), gegen halb 10 weckte mich meine Tochter, weil sie einen Farbkasten brauchte (kann ihr das nicht an einem anderen Tag einfallen?) und nur 10 Minuten und einen Wutschrei (erwähnte ich schon, dass ich ein Morgenmuffel bin) später, meinten meine Kinder, dass wir eigentlich zu viel Vögel hätten. Mal abgesehen, dass sie recht haben, müssen sie deswegen gleich einen in die Freiheit entlassen? Und natürlich war es der zahmste von den 11en, der auch noch die beste Kondition hat. Die offene Terrassentür zwei Zimmer weiter war die Einladung schlechthin für den Geier.
Jetzt hab ich hier zwei aufgelöste Kinder und einen Vorschlaghammer im Kopf. Drama!
Freitag, 8. Juli 2011
Wie unfair ...
... da legt frau einen Garten an, schuftet wochenlang, jätet Unkraut, gräbt um ... macht und tut ... und für wen?
Für die Schnecken. die wirklich alles fressen.
Und während frau Hundertschaften von Schnecken aufsammelt wird sie von den Mücken aufgefressen.
Wie frustrierend!!!
Für die Schnecken. die wirklich alles fressen.
Und während frau Hundertschaften von Schnecken aufsammelt wird sie von den Mücken aufgefressen.
Wie frustrierend!!!
Dienstag, 28. Juni 2011
Während 14 Stunden Arbeit
... war ich 10 Stunden auf den Beinen. Überstanden hab ich das gut. Aber ich hätte nicht gedacht, dass ich so lange brauche um mich zu regenerieren.
Obwohl ich lang geschlafen habe (zwar mit Unterbrechung) fühle ich mich immer noch total zerschlagen. Nun ja, es kann ja nur besser werden.
Was mich an bei meiner Arbeit fasziniert und freut: ich kann es noch. Trotz der vielen Jahre ohne Geburtshilfe und Hebammerei allgemein. Wenn ich taste, dann finde ich was ich suche, meinen Händen ist alles vertraut und es kommt auch die Sicherheit wieder. Und die Ruhe und Gelassenheit, die in meinem Beruf so wichtig sind, die werden sich auch wieder einstellen. Geduld haben, auf das Kind warten ... das ist es, was unsere Arbeit ausmacht. Je ungeduldiger man ist, um so mehr wird man in den Prozess eingreifen und provoziert damit Gefahrensituationen. Gestern musste ich das leider erleben, als eine ungeduldige Ärztin zu früh die Fruchtblase eröffnete ... was, um es abzukürzen, letztlich in einem Kaiserschnitt endete. Vielleicht wäre es letztlich auch ohne Eingreifen so ausgegangen, aber wir hatten plötzlich einen Stress, der nicht hätte sein müssen. Für Mutter und Kind hat mir das sehr leid getan. Aber es geht beiden gut, der Mutter den Umständen entsprechend. Bei der heutigen Kaiserschnittmethode sind die Frauen auch recht schnell wieder fit. Trotzdem ist es eine große Operation und dem Kind fehlen wichtige Informationen, vor allem wenn der Kaiserschnitt ohne vorherige Wehen gemacht wird.
Leider ist die Kaiserschnittrate recht hoch und auch Wunschkaiserschnitte werden häufig gemacht.
Um so mehr freue ich mich über jede Frau, die mutig dem Abenteuer Geburt entgegen tritt. Und die ich dabei begleiten darf.
Obwohl ich lang geschlafen habe (zwar mit Unterbrechung) fühle ich mich immer noch total zerschlagen. Nun ja, es kann ja nur besser werden.
Was mich an bei meiner Arbeit fasziniert und freut: ich kann es noch. Trotz der vielen Jahre ohne Geburtshilfe und Hebammerei allgemein. Wenn ich taste, dann finde ich was ich suche, meinen Händen ist alles vertraut und es kommt auch die Sicherheit wieder. Und die Ruhe und Gelassenheit, die in meinem Beruf so wichtig sind, die werden sich auch wieder einstellen. Geduld haben, auf das Kind warten ... das ist es, was unsere Arbeit ausmacht. Je ungeduldiger man ist, um so mehr wird man in den Prozess eingreifen und provoziert damit Gefahrensituationen. Gestern musste ich das leider erleben, als eine ungeduldige Ärztin zu früh die Fruchtblase eröffnete ... was, um es abzukürzen, letztlich in einem Kaiserschnitt endete. Vielleicht wäre es letztlich auch ohne Eingreifen so ausgegangen, aber wir hatten plötzlich einen Stress, der nicht hätte sein müssen. Für Mutter und Kind hat mir das sehr leid getan. Aber es geht beiden gut, der Mutter den Umständen entsprechend. Bei der heutigen Kaiserschnittmethode sind die Frauen auch recht schnell wieder fit. Trotzdem ist es eine große Operation und dem Kind fehlen wichtige Informationen, vor allem wenn der Kaiserschnitt ohne vorherige Wehen gemacht wird.
Leider ist die Kaiserschnittrate recht hoch und auch Wunschkaiserschnitte werden häufig gemacht.
Um so mehr freue ich mich über jede Frau, die mutig dem Abenteuer Geburt entgegen tritt. Und die ich dabei begleiten darf.
Bei zwei kranken Kindern
... und jeder Menge Arbeit wird der Tag zu einem Organisationsmarathon. Hausbesuche müssen umgeschlichtet, das Essen für bauchwehkranke Kinder gekocht, Garten und Tiere versorgt werden.
Langsam werde ich zum Profi! ;)
Und zum Glück ist der Gatte den Rest der Woche zu Hause, das erleichtert ungemein.
Langsam werde ich zum Profi! ;)
Und zum Glück ist der Gatte den Rest der Woche zu Hause, das erleichtert ungemein.
Samstag, 25. Juni 2011
Das war ein Tag
... meine Güte.
Erst (geplant 6, getan) 5 Nachsorgefrauen besucht. Nach Frau Nummer drei einen Anruf bekommen, dass es sein kann, dass ich heute noch im Krankenhaus gebraucht werde. (Wenn dort mehr als 2 Frauen auf einmal betreut werden müssen, dann holt sich die Kollegin eine andere Kollegin zu Hilfe.) Nach Frau Nummer 5/6 kam dann der Anruf, dass ich doch bitte innerhalb der nächsten Stunde in den Geburtensaal kommen soll. Ich stand grad im Supermarkt und hab in Windeseile meinen Einkauf beendet, bin nach Hause gedüst, hab meine Schen geschnappt, Auto getauscht, noch schnell die Familie instruiert (den geplanten Nudelsalat fürs Fest mussten die nun nämlich ohne mich herstellen), Auto getauscht und ab gings. Im Krankenhaus dann eine Gebärende übernommen und diese dann auch bis zur Geburt und Verlegung auf Station betreut. Ich hätte um 8 gehen können, als der Nachtdienst kam, aber es war gut, dass ich blieb, denn ich muss wirklich noch ne ganze Menge lernen und verinnerlichen. Da ich nicht allein war konnte ich fragen und mir alles nochmal zeigen lassen. Ich hoffe, dass ich das alles irgendwann allein auf die Reihe bekomme.
Halb 1 war ich wieder zu Hause, musste erstmal was Essen (zum Glück hatte ich unterwegs ein schnelles Mittagessen gehabt) und wieder runter kommen. Die Nachsorgen waren gut und aufreibend, die Geburt war gut, aufregend, spannend und nicht ganz unkompliziert.
Jetzt bin ich einfach nur müde, knülle und ... irgendwie glücklich. Meine erste Geburt seit ...mhm? ... vielen Jahren.
Erst (geplant 6, getan) 5 Nachsorgefrauen besucht. Nach Frau Nummer drei einen Anruf bekommen, dass es sein kann, dass ich heute noch im Krankenhaus gebraucht werde. (Wenn dort mehr als 2 Frauen auf einmal betreut werden müssen, dann holt sich die Kollegin eine andere Kollegin zu Hilfe.) Nach Frau Nummer 5/6 kam dann der Anruf, dass ich doch bitte innerhalb der nächsten Stunde in den Geburtensaal kommen soll. Ich stand grad im Supermarkt und hab in Windeseile meinen Einkauf beendet, bin nach Hause gedüst, hab meine Schen geschnappt, Auto getauscht, noch schnell die Familie instruiert (den geplanten Nudelsalat fürs Fest mussten die nun nämlich ohne mich herstellen), Auto getauscht und ab gings. Im Krankenhaus dann eine Gebärende übernommen und diese dann auch bis zur Geburt und Verlegung auf Station betreut. Ich hätte um 8 gehen können, als der Nachtdienst kam, aber es war gut, dass ich blieb, denn ich muss wirklich noch ne ganze Menge lernen und verinnerlichen. Da ich nicht allein war konnte ich fragen und mir alles nochmal zeigen lassen. Ich hoffe, dass ich das alles irgendwann allein auf die Reihe bekomme.
Halb 1 war ich wieder zu Hause, musste erstmal was Essen (zum Glück hatte ich unterwegs ein schnelles Mittagessen gehabt) und wieder runter kommen. Die Nachsorgen waren gut und aufreibend, die Geburt war gut, aufregend, spannend und nicht ganz unkompliziert.
Jetzt bin ich einfach nur müde, knülle und ... irgendwie glücklich. Meine erste Geburt seit ...mhm? ... vielen Jahren.
Freitag, 24. Juni 2011
Ein Dilemma
... wenn man am späten Nachmittag vor Erschöpfung auf dem Sofa einschläft und dann zur normalen Schlafenszeit kein bisschen müde ist. Denn dann geht man viel zu spät ins Bett, bekommt nur wenige Stunden Schlaf weil man ja so zeitig aufstehen muss (Liebe ist ... und so ... Sie wissen schon) und ist am Spätnachmittag wieder so knülle, dass man vor Erschöpfung auf dem Sofa einschläft.
Ein Dilemma. Gähn!
Ein Dilemma. Gähn!
Ich hatte
... einen schönen Tag.
Wenn er auch anders verlief als erwartet. Zumindest zum Teil.
Erst ein schönes Frühstück mit intensiven Gesprächen und dem Wissen und Erkennen, dass es hier auch Herzensfreunde gibt. Hach!
Dann musste ich leider arbeiten, weil sich die Kinder nicht an meine Geburtstagsplanung gehalten haben.Zwei frischgeschlüpfte Babys wollten besucht und die Mütter beraten werden. Und da ich meinen Besuch am Tag nach der Entlassung zusage bin ich dann auch gefahren. Zwei supersüße Kinder mit tollen Müttern.
Eigentlich wollten wir am Abend mit der Familie essen gehen. Aber der eine Teil der Familie leidet an akuter Spuckeritis, und wurden von mir dezent ausgeladen (ich hab grad so viel junge Babys, da kann ich Kranksein nicht gebrauchen). Und dann dauerten meine Hausbesuche länger als geplant, so dass ich dann auch mit meinen Kindern nicht mehr losgezogen bin. Schließlich ist zu Hause essen ist auch ok und Essen gehen können wir auch andermal.
Dafür kam mein Mann früher als geplant nach Hause und mit einem netten Video war es ein schöner Tagesausklang.
Ich glaub, das mach ich nächstes Jahr wieder.
Wenn er auch anders verlief als erwartet. Zumindest zum Teil.
Erst ein schönes Frühstück mit intensiven Gesprächen und dem Wissen und Erkennen, dass es hier auch Herzensfreunde gibt. Hach!
Dann musste ich leider arbeiten, weil sich die Kinder nicht an meine Geburtstagsplanung gehalten haben.Zwei frischgeschlüpfte Babys wollten besucht und die Mütter beraten werden. Und da ich meinen Besuch am Tag nach der Entlassung zusage bin ich dann auch gefahren. Zwei supersüße Kinder mit tollen Müttern.
Eigentlich wollten wir am Abend mit der Familie essen gehen. Aber der eine Teil der Familie leidet an akuter Spuckeritis, und wurden von mir dezent ausgeladen (ich hab grad so viel junge Babys, da kann ich Kranksein nicht gebrauchen). Und dann dauerten meine Hausbesuche länger als geplant, so dass ich dann auch mit meinen Kindern nicht mehr losgezogen bin. Schließlich ist zu Hause essen ist auch ok und Essen gehen können wir auch andermal.
Dafür kam mein Mann früher als geplant nach Hause und mit einem netten Video war es ein schöner Tagesausklang.
Ich glaub, das mach ich nächstes Jahr wieder.
Donnerstag, 23. Juni 2011
Ich wünsche
... alles Geburtstagskindern da Draußen einen sonnigen Tag mit Freude und Lachen, mit schönen Momenten und guten Erinnerungen.
Und für`s neue Lebensjahr Gottes reichen Segen!
Und weil ich irische Segenswünsche so mag:
Mögest du die sanften Schwingen
der Engel spüren
in lauen Nächten und
an harten Tagen.
Sie sind die Sendboten
des Herrn.
Mögen Sie dir Vertrauen und
Kraft schenken
für deinen Weg durchs Leben.
Happy Birthday!
Und für`s neue Lebensjahr Gottes reichen Segen!
Und weil ich irische Segenswünsche so mag:
Mögest du die sanften Schwingen
der Engel spüren
in lauen Nächten und
an harten Tagen.
Sie sind die Sendboten
des Herrn.
Mögen Sie dir Vertrauen und
Kraft schenken
für deinen Weg durchs Leben.
Happy Birthday!
Mittwoch, 22. Juni 2011
Wenn ich früh
... ungekämmt, ungeduscht, in wild kombinierte (was im Bad so rum lag) Straßenkleidung gestiegen (im Winter ziehe ich auch nur schnell mal was über den Schlafanzug) ... vor der Schule meines Kindes stehe, dann hoffe ich, dass mich möglichst niemand so sieht der mich kennt. Denn in diesen morgendlichen Momenten bin ich sehr weit entfernt von einer adretten und gepflegten Hebamme.
(Anschließend gehe ich nach Hause, frühstücke, dusche und kleide mich adrett und sauber um dem Bild zu entsprechen.)
(Anschließend gehe ich nach Hause, frühstücke, dusche und kleide mich adrett und sauber um dem Bild zu entsprechen.)
Labels:
Alltägliches,
Hebammerei,
Morgenmuffel
Abonnieren
Posts (Atom)

