Donnerstag, 23. Juni 2016

Die Geburtstagsfee

... kommt bei uns vor jedem Geburtstag.
Sie bringt einen Kuchen, vielleicht auch schon Geschenke und deckt den Tisch geburtstaglich. Früh zündet sie die Kerzen an und verschwindet noch bevor das Geburtstagskind aufsteht. 
So handhabt sie das seit fast 17 Jahren. 

Natürlich macht das die Geburtstagsfee auch immer am Mama-Geburtstag!

Dieses Jahr war allerdings das erste Jahr, wo die Mama der Fee nicht helfen musste!




Zumindest hat sich die Mama dann noch ihre Lieblingsblumen dazu gestellt. ;)



Habe ich nicht tolle Töchter?

Happy Birthday to me!! :) 😉😄

(Und in Ermangelung von Gästen werde ich den Tag mit meiner Nähmaschine verbringen und freue mich riesig darüber.)





Donnerstag, 16. Juni 2016

Der Holunder

... steht in voller Blüte. Und im Gegensatz zum letzten Jahr sind die Büsche richtig voll.
Aber ich schaffe es einfach nicht, an einem regenfreien Tag loszuziehen und Blüten zu pflücken. Und wenn ich mir die Blüten anschaue ist auch nicht mehr viel Zeit dafür!
Und ich hab so sehr Appetit auf Holunderblütensirup. 
Heute vielleicht? 
Noch regnet es nicht und es schien sogar mal die Sonne. Ich bin zu einem Termin in einem Haus am Waldrand. Und ich nehme einen Stoffbeutel mit. 
Wenn es heute nicht klappt, dann gehe ich eine Runde weinen!


edit: Es hat geklappt. Rechtzeitig vor dem nächsten Regen hab ich eine halbe Tasche voll Holunderblüten pflücken können. Nun liegen sie bedeckt mit Zitronenscheiben und Zucker im Topf und geben hoffentlich recht viel Aroma ab ... hach, ich freu mich drauf!

Mittwoch, 15. Juni 2016

Eine Stunde später aufstehen

... und der Tag sieht gleich ganz anders aus. Viel besser sozusagen!

Das kleine Tochterkind war schon immer ein Morgenmuffel. (Das hat sie von mir, ich gestehe!)
Das war schon als Kleinkind so und zu Kindergartenzeiten habe ich es tunlichst vermieden, sie früh zu wecken. Klar fanden das die Erzieher nicht so toll, wenn wir als letzte eintrudelten, aber sie hatten ja auch nicht das Theater am Morgen, denn bis das Kindelein im Kindergarten angekommen war, sah die Welt ja schon wieder viel rosiger aus.

Nun gibt es seit der Schulzeit kein Pardon. Schule ist Schule und das Kind muss früh aufstehen.
Die ganze Grundschulzeit war begleitet mit Tränen am Abend und am Morgen. Das Kind heulte sogar, wenn sich die Ferien dem Ende neigten. Es war so anstrengend und ich habe auch nie rausbekommen, wo das tiefere Problem lag. Aber eines war ganz sicher, sie hasst(e) das frühe Aufstehen.

Nun entschied sich das kleine Tochterkind bewusst für eine Schule am anderen Ende der Stadt, wohlwissend, dass sie dafür noch früher aufstehen muss.
Die Tränen haben aufgehört, das schlecht gelaunt aus dem Bett kommen allerdings nicht. Und so wird eigentlich ganzjährig dem Schulende entgegengefiebert und jeder freie Tag mit Ausschlafen zelebriert.

Diese Woche, es ist unsere vorletzte Schulwoche, gehen die Kinder schwimmen. Ja, ich finde es zu kalt dafür (heute morgen waren es 15 Grad), aber alles ist besser als Schule. ;)
Und dafür muss das Kind zwar immer noch geweckt werden, aber eben erst eine Stunde später.
Und was soll ich sagen? Natürlich ist sie nicht die personifizierte gute Laune. Aber es herrscht ein viel freundlicherer Ton, alles geht viel leichter von der Hand und der Start in den Tag ist deutlich angenehmer als sonst.

Wenn dieses Kind nur eine Stunde länger schlafen könnte am Morgen, wieviel friedvoller würde der Tag werden? ... Ich träume mal ein bisschen davon.

Btw ... das große Tochterkind steht früh noch so zeitig auf und ist immer voll da. Die kann mir auch früh schon ein Ohr abkauen, Pläne schmieden und Stimmung machen, das überfordert die kleine Schwester total (und ist immer wieder Anlass für Streit), und sogar mir ist es zeitweise zu viel. Zum Glück reicht es ihr, wenn sie reden darf, ich muss da nicht mitmischen. Aber die Schwester fühlt sich allein durch die Anwesenheit anderer Leute gestört. Wenn diese dann auch noch Geräusche machen ... nun ja, ihr könnt es euch vielleicht vorstellen. ;)

Samstag, 11. Juni 2016

Das Patchworken

... habe ich vor ca. zwei Jahren für mich entdeckt. 
Es ist nichts, was schnell etwas entstehen lässt, alles braucht seine Zeit (so eine Tasche entsteht auch mal an ein oder zwei Tagen) und muss vorher gut bedacht sein, das Muster überlegt, der Stoff dafür ausgesucht und vielleicht auch schon in Form gebracht werden. 
So sammel ich manchmal schon Wochen und Monate vorher Stoffstücke für ein Projekt, was dann wieder Monate andauern wird. 
Nähen ist mein Yoga, habe ich erst letztens zu jemandem gesagt, der meine neue Tasche bewunderte. 
Und weil alles etwas länger dauert und ich trotzdem tendenziell ungeduldig bin, liegen in meinem Nähzimmer einige angefangene Projekte, die bis auf eines unvollendet sind. 
Das Top einer Patchworkstreifendecke, die mal für mich sein wird (bisher habe ich alles verschenkt), aber wohl noch etwas Geduld bei der Fertigstellung erfordert, da ich probieren möchte, ein Fleece als Rückseite zu nehmen, ein Babyquilt für eine Freundin, ein Projekt, was sogar schon fertig ist, eine angefangene Babydecke fürs Baby der Schwester, was demnächst erwartet wird, ... und eine Decke, an der ich jetzt schon fast 2 Jahre arbeite, wo Top und Rückseite aber schon fertig sind und darauf warten, zusammengefügt zu werden. 
Und trotz aller Ungeduld lehrt mich das Patchworken dann doch wieder Geduld zu haben. ;)
Ich glaub, ich muss mal Bilder machen und zeigen, was ich meine. 😉

Ich liebe Taschen

... und so ist es auch nicht verwunderlich, dass ich nicht nur der liebsten Freundin, sondern auch mir eine Einkaufstasche genäht habe. 


Ich kann behaupten, sie wird rege genutzt. 😊

Und noch eine zweita Tasche ist erst vor ein paar Tagen entstanden und wird auch schon fleißig ausgeführt. 


Farblich liebe ich sie! (Das Foto sollte ich dringend bei Tageslicht wiederholen.)



Samstag, 28. Mai 2016

Ich liebe Wichteln

... auch mitten im Jahr. Und DIY-Wichteln mag ich besonders gern.
Deswegen wage ich es dieses Jahr mal wieder und mache bei Frau Nahtaktiv gern mit.




Schon Mittwoch Abend

... hatte ich das Gefühl, dass ich krank werde. Die Nase begann zu laufen und zu jucken, und der Hals tat weh.
In der Nacht wurde es dann richtig heftig.
Und seit Donnerstag liege ich flach.

Ich bin echt selten richtig krank, oft schwächel ich nur, aber auch diesmal läuft es so klassisch ab wie immer.
Das fasziniert mich jedes Mal wieder neu, so als würden meine Schwachpunkte alle mal aufgesucht.

Es beginnt meistens mit Halsschmerzen, läuft schnell zu den Nasennebenhöhlen (früher waren die monatlich entzündet), rutscht dann ab in den Kehlkopf (auch da hatte ich früher ständig Probleme), wandert weiter nach unten in die Bronchien (da steckt es aktuell) ... und jetzt lass ich mich überraschen. Normalerweise geht es rückwärts zurück, bzw. geht immer mindestens nochmal am Kehlkopf vorbei.
Da es gerade in den Bronchien steckt habe ich mein Asthmaspray ab heute im Einsatz. Und erhoffe mir damit, die Entzündungswelle aufzuhalten.

Nachdem ich zwei Tage nur in der Gegend rum lag, geht es mir heute deutlich besser. Ich überlebe ohne Schmerzmittel, habe zwar wechselweise Schweißausbrüche wenn ich ein bissel mehr laufe, aber ich merke, dass ich mich ab heute mehr belasten MUSS. Mein Herz schlägt ruhiger, stolpert auch nicht mehr so heftig wie gestern - das war gestern kein schöner Tag :( .
Ich hab am Montag zwei Kurse und die kann ich nicht absagen, weil ich sonst den Kurs nicht beenden kann vor meinem Urlaub. Ob ich schon in der Lage bin den Hausbesuch zu machen, wird sich zeigen. Es ist zum Glück nur einer. :)
Morgen steht ein Familiengrillen auf dem Programm, mal sehen ... Ich werde nachher mal Einkaufen fahren (tragen kann dann der Gatte, durch den Laden schlurfen werde ich schon schaffen, schön langsam!). Ich bin optimistisch.

Okay, genug gejammert. Es wird von Stunde zu Stunde besser. Das spüre ich! :)


Draußen zieht ein Gewitter auf.


Mein Angsthund hat sich lieber mal verkrochen. Schon die halbe letzte Nacht lag die Madame ganz nah bei mir. Da war es auch sehr laut Draußen. ;)
Hoffentlich ist es morgen stabil.


PS: Hier habe ich auch noch was mitgeteilt.



Donnerstag, 19. Mai 2016

Vegan und Histaminintoleranz

... passen irgendwie nicht gut zusammen.

Blöderweise habe ich mir darüber keine Gedanken gemacht, als ich eine Woche vor Ostern mit der veganen Ernährung anfing. Nicht zu 100%, da ich meine Familie und Freunde nicht so sehr ins Strudeln bringen möchte. Denn vegan, das ist schon eine ganz eigene Welt. Vegetarisch, das kann man sich ja noch vorstellen, aber so ganz ohne Tier?
Mir war es eine Herzensangelegenheit, denn ich bin sehr davon überzeugt, dass die Tierhaltung, so wie sie heute läuft, nicht gut ist. Weder für die Umwelt, noch für uns Menschen (denn das Fleisch hat überhaupt nicht mehr den Nährwert, den es haben könnte) und für die Tiere ist es einfach nur eine Katastrophe.
Und so bin ich unbedarft reingestartet und nach anfänglichen Startschwierigkeiten fällt es mir nicht mehr schwer, auf tierisches zu verzichten. Zumindest zu 95 Prozent, denn wie gesagt, außer Haus ist das mit dem veganen Essen nicht so einfach.

Mir geht es gesundheitlich deutlich besser. Das muss aber hauptsächlich an den Milchprodukten liegen, die ich nun nicht mehr konsumiere.
Fleisch und Eier vertrage ich, aber wie oben schon genannt, halte ich von der konventionellen Tierhaltung so gar nichts.

Nun habe ich aber auch eine Histaminintoleranz. Und die macht mir gerade das Leben schwer.
Um mich ausgewogen zu ernähren, esse ich natürlich Hülsenfrüchte, ab und an Soja, Nüsse, usw. Alles rot oder zumindest orange auf der Histamin-Liste.
Und leider ist das mit dem Histamin so, dass es wie ein Fass ist, was sich füllt. Manchmal reagiere ich sofort (bei zu viel Tomaten zum Beispiel), manchmal aber eben auch erst, wenn das Fass überläuft. Die Symptome sind sehr unterschiedlich. Wenn ich sofort reagiere ist es meistens eine Erhöhung des Pulses oder Bauchweh mit heftigem plötzlichem Durchfall. Sehr unangenehm, vor allem wenn man unterwegs ist.
Mein Körper hat sich nun aber was anderes ausgedacht. Auch ein mir bekanntes Symptom, aber nicht so sehr in dieser Deutlichkeit und Dauer wie gerade.
Mein Herz stolpert. Es macht ganz kleiner Aussetzer und Zusatzschläge. Und das fühlt sich ganz und gar bescheiden an, das kann ich mal sagen.
Das Ganze geht jetzt seit gestern Nachmittag so. Echt ätzend!
Aber es wird weniger. Zum Glück.

Nur um sicher zu gehen, dass ich nichts am Herzen habe, werde ich mal wieder zum Kardiologen gehen. Ich bin aber ziemlich sicher, dass es das Histamin ist, was mich plagt.

Ich muss mir dringend Gedanken machen, was ich essen kann, und was nicht. Eines weiß ich, ich sollte mich eine ganze Weile relativ histaminarm ernähren. Um das Fass wenigstens ein bisschen zu leeren. Zumindest ist das mal eine Herausforderung für jemanden wie mich, die so gern isst.

Ich werde berichten!

Die liebste Freundin

... klopfte mir heute auf die Finger. Hier dürfe es ruhig mal weitergehen.
Und da hat sie natürlich Recht.

Wirklich viel ist nicht passiert in den letzten Wochen. Und so gibt es jetzt ein bisschen Stückwerk.

Eigentlich wollte ich vom nicht enden wollenden Winter berichten, dann vom plötzlichen Sommer. Nun ist das Wetter so ... nun ja, nicht aufsehenerregend. ;)

Wir haben Anfang Mai die liebste Freundin besucht. Ganz spontan. Und es war richtig gut, auch wenn wir zwei Weiber gar nicht so richtig Zeit zum Quatschen hatten. Das müssen wir unbedingt nachholen. Das wäre übrigens der 5.5. gewesen, ein WMDESDGT-Tag. Nun ja, es kommt ein neuer Monat und eine neue Chance.

Das kleine Tochterkind zählt die Tage bis zu den Ferien. Es sind noch ziemlich genau 5 Wochen. In Sachsen sind die Ferien dieses Jahr irre früh. Und es wird sicher ganz komisch sein, wenn die Mädels im Sommer wieder in die Schule müssen.

Jeden Tag gehe ich an einem blühenden Rapsfeld vorbei. Ich liebe diesen Rapsduft und bin froh, gegen Raps nicht allergisch zu sein.




Ist das nicht schön?



Eines gibt es zu berichten, was wirklich der Wahnsinn ist.
Ich betreibe ja seit Oktober letzten Jahres das sogenannte intermittierende Fasten. Dafür habe ich unter anderem dieses Buch gelesen und mich für genau diese Methode (16/8) entschieden. Anfangs war es etwas hart, aber man kommt in das Kurzzeitfasten ganz gut rein.
Ich habe damit begonnen, weil ich auf der Suche nach einem Weg war, wie ich meine schlechten Blutfettwerte ohne Medikamente in den Griff bekommen könnte. Herr Roth hatte mir damals Mut zugesprochen, es zu probieren, auch wenn er sich sicher war, dass die Werte wahrscheinlich nie in den Normbereich kommen werden, einfach weil bei mir eine familiäre Disposition vorliegt.
Trotzdem wollte ich es unbedingt probieren und hab es auch tapfer durchgehalten.
Und was soll ich sagen? Die Verbesserung der Blutwerte ist wirklich der Wahnsinn. Ich hätte echt nie damit gerechnet, dass sie eine so deutliche Besserung einstellt. Nein, sie sind noch nicht im Normbereich, aber fast. Zumindest denke ich, dass meine Ärztin damit zufrieden sein und nicht mehr auf eine Medikamenteneinnahme drängen wird.

Mein Garten durfte eine Verschönerung erfahren. Jeden Morgen habe ich ihm eine ganze Stunde gewidmet, wenn es möglich war sogar mehr. Immer bis die Sonne raus kam. (Mit der direkten Sonne habe ich es nicht so, geht schon fast in Richtung Sonnenallergie.) 
Und vor dem Kälteeinbruch zu Pfingsten habe ich es geschafft, das Hochbeet mit neuer (Kompost)Erde aufzufüllen und das Gewächshaus aufzufüllen. War eine ganz schöne Ackerei, aber ich liebe es, in Erde zu wühlen. Am Pfingstsamstag hab ich dann viel Geld im Gartenmarkt gelassen und alles auch noch mit Gemüsepflanzen bestückt. Dabei mussten auch noch andere Pflanzen mit, von denen ein paar Himbeeren und zwei Sträucher noch auf eine Platzzuweisung warten, ein Strauch und eine Pfingstrose (ich habe mir einen Traum erfüllt und Pfingstrosen gekauft) stehen schon an Ort und Stelle.
Leider ist noch viel zu tun. Dem Unkraut muss ich mich widmen, der Kompost muss umgesetzt werden (wir haben mehrere Kammern bis wir dann reifen Kompost haben), die letzten Pflanzen müssen in die Erde ... aber das wird auch noch. Wenn ich ganz früh keine Termine habe, werde ich jeden Tag eine Stunde meinem Garten widmen. Das ist auch gleich ein hübsches Workout. ;)


Nun denn, ich gelobe Besserung und hoffe, hier wieder regelmäßig was berichten zu können. Aber normalerweise mache ich das früh und früh war ich ja immer im Garten. Da muss ich mir wohl eine andere PC-Zeit suchen. ;)







Mittwoch, 6. April 2016

WMDEDGT (4/16)

... (Was machst du eigentlich den ganzen Tag?) heißt es jeden 5. den Monats bei Frau Brüllen und diesmal möchte ich euch (erstmalig) auch erzählen, was ich gestern so tat. Für mich eine kleine Gedächtnisübung, für die Mitleser ein kleiner Einblick in mein Leben.

5.45 Uhr klingelt mein Wecker. Zu früh, viel zu früh ... schreit mein Körper, ich bin so gar kein Morgenmensch. Außerdem war die Nacht zu kurz, da das große Tochterkind Mitternacht abgeholt werden musste, die Schüler vom Deutsch-Leistungskurs waren in der großen Stadt im Theater bei Hamlet. So bin ich erst gegen 1 ins Bett gekommen.
Ich gehe kurz ins Bad, ziehe mir irgendwas über den Schlafanzug, wecke anschließend das kleine Tochterkind, die mir wie jeden Morgen erzählt, dass es viel zu früh zum Aufstehen wäre (geteiltes Leid ist halbes Leid, denke ich mir), gehe in die Küche und richte das Frühstück für die Kinder. Das, welches gleich gegessen wird, und das, was die beiden Töchter mitnehmen werden. Da ich gestern Abend noch Brot gebacken habe, muss ich auch nicht überlegen, was ich den beiden mitgebe (manchmal ist da Improvisationstalent angesagt).
Der Morgen ist ziemlich durchgetaktet und wenn ich nicht trödel, dann bin ich spätestens 6.15 Uhr fertig und gehe mit den Hunden das erste Mal raus. Eine kleine Runde, wobei Madame meistens nur kurz in den Garten flitzt, ihr ist es noch zu dunkel (sie fürchtet sich sehr im Dunkeln). Die kleine Runde, die ich mit dem Lockenhund allein beschreite, dauert nur 10 Minuten, ich bin also rechtzeitig zurück, um das kleine Tochterkind zum Bus zu bringen. Da sie schon fertig ist und ihre Klassenkameradinnen neuerdings einen Bus früher fahren, versuchen wir den noch einzuholen und es gelingt uns auch an der 5. Haltestelle.
Zurück zu Hause verabschiede ich normalerweise das große Tochterkind, heute liegt die aber noch im Nest, da sie aufgrund des gestrigen Theaterbesuchs später in die Schule muss.
Heute entscheide ich mich, mich nochmal hinzulegen. Das mache ich eigentlich nicht so gern, auch wenn mein Körper das gern hätte, aber gerade früh mache ich oft Bürokram. Heute ist mein erster Termin aber erst 13 Uhr, genügend Zeit für einen zweiten Schlaf. ;)
Ich lege mich nochmal aufs Sofa, mache die Augen zu und schlafe wirklich schnell wieder ein. Leider nur eine Stunde später wecken mich hungrige Hunde und das große Tochterkind, welches nun auch aufgestanden ist und frühstückt. (Klar hätte ich mich auch ins Bett legen können, aber dann wäre das Aufstehen wirklich schwer gefallen, ich kenne mich.)
Also Hunde füttern und irgendwie wach werden. Da heute kein Fastentag ist, esse ich eine Kleinigkeit, bis mir einfällt, dass ich sporteln wollte. Ich trainiere am liebsten nüchtern, da hab ich mehr Power.
Also schnell umgezogen, Tablet an und rauf aufs Trampolin. (Ich hab mir vor einiger Zeit ein Minitrampolin gekauft und nutze es endlich regelmäßig und gern. Meine Töchter übrigens auch.) Mein Sportprogramm ist nicht sehr umfangreich, eine halbe Stunde muss genügen, 10-15 Minuten warm werden, 10-15 Minuten intensiv HITT, das muss reichen. Nebenbei schaue ich auf Watchever "Fasten macht glücklich". Wie passend. :) Aber eine informative BBC Sendung, die gut die Informationen aus diesem Buch weitergibt.
Danach frühstücke ich endlich, dusche mich, mache Wäsche, packe Geschenke für die Flüchtlingsfrau ein (dazu muss ich mal gesondert was schreiben), koche Hundefutter-Gemüse und gehe endlich eine große Runde mit den Hunden.
12.40 Uhr etwa verlasse ich das Haus und treffe kurz nach 1 die erste Frau nicht zu Hause an. Sowas ärgert mich immer, wir hatten uns auf 13 Uhr verabredet, und noch während ich die sms tippe, wo sie denn sei, sehe ich sie kommen. Nun gut, fast pünktlich. ;)
Baby kuscheln, zum Grinsen und erzählen bringen (es ist schon 11 Wochen alt), wiegen, Stillmotivation, Beratung über Hebammenhilfe bis zum Ende der Stillzeit, erste Beikosttipps geben ... kurz vor 2 verlasse ich die Wohnung, telefoniere kurz und fahre zur nächsten Frau, die praktischerweise gleich um die Ecke wohnt. Das ist eine Flüchtlingsfrau aus Syrien, bei der ich als Familienhebamme bin. Heute ist der Asylberater auch da, praktischerweise ein arabisch sprechender junger Mann, der mir gleich noch das Wichtigste übersetzt. Die Frau spricht recht gut englisch und wir kommen so auch klar, aber Detailfragen sind schneller in der Landessprache geklärt.
Zum Glück geht der Helfer dann recht schnell, so dass wir uns Frauenthemen widmen können. ;)
Heute habe ich nämlich meinen Laptop dabei. Die Frau braucht einen neuen BH und wir stöbern nach Vermessung und Ermittlung der BH-Größe im Internet und ich schaue, was der Frau gefällt. Nebenbei bekomme ich noch arabische Gastfreundschaft zu spüren und werde mit Tee und Gebäck versorgt. Wohlweislich hatte ich auch vorher noch nichts gegessen, denn das ist immer so.
Ich verteile meine Geschenke, übe mit der Frau noch etwas Deutsch, bespaße ein bissel die Kinder (ich könnte die alle 4 ständig abknutschen, so süß sind die) und verlasse viertel nach 3 die Flüchtlingsfamilie. Ich hätte auch noch länger sitzen können, aber leider muss ich weiter.
Normalerweise hole ich Dienstags mein kleines Tochterkind ab um sie direkt zum Trampolintraining zu bringen, heute hatte sie aber eine Stunde Ausfall und ist schon mit dem Bus gefahren. Sie an der Haltestelle abzuholen schaffe ich nicht mehr, aber ich erwische sie auf halbem Weg und wir haben noch 15 Minuten, bevor sie weiter muss. Das reicht, um die Hunde eine Runde durch den Garten zu jagen und mit den beiden noch eine kleine Gassirunde zu drehen.
Zehn vor 4 bringe ich das Tochterkind zum Training und gehe anschließend noch einkaufen. Beim Lidl ergattere ich Bärlauch, der wirklich gut aussieht. Und da ich seit Tagen Appetit auf Bärlauch habe, nehme ich dann auch die letzten Päckchen mit.
Zu Hause versuche ich viele Dinge auf einmal zu machen. Bärlauchpesto (im Thermomix geht das zum Glück ganz unkompliziert), Eierpfannkuchen für die Mädels, Pesto abfüllen und im Mixtopf gleich ein Risotto kochen, Tisch decken, Hunde füttern ... Beim Probieren, ob der Reis durch ist, merke ich, dass ich kein Salz (bzw. Brühpulver) dran habe, der Versuch nachzuwürzen gelingt nur mäßig. Also kompensiere ich das Ganze mit Unmengen an Bärlauchpesto.
Das große Tochterkind war inzwischen eingetrudelt und das kleine Tochterkind wird von einer Freundin vom Trampolin pünktlich zum Essen nach Hause gebracht.
Nach dem Essen und Unmengen an Risotto mit Bärlauch (das große Tochterkind schimpft, denn es ist nicht von der Hand zu weisen, dass Bärlauch nunmal heftig nach Knoblauch riecht. ;) ) raffe ich mich auf und gehe zum Chor. Ich singe gern und habe mich für einen Projektchor in unserer Kirchgemeinde angemeldet, der sich immer Dienstags trifft. Dort treffe ich 8 Minuten zu spät ein, wie irgendwie jeden Dienstag, komme aber pünktlich zum Einsingen. Sicher habe ich eine heftige Knoblauchfahne, der Raum ist proppevoll ... ähm ... ich kann es leider nicht ändern.
Während des Singens mache ich meistens ein bisschen Handarbeiten (ich bereite Hexagon-Patchworkstücke vor), so sitze ich nicht nur sinnlos rum, wenn die anderen Stimmen proben. Denn so gern wie ich singe, um die Zeit bin ich meistens sehr müde und empfinde mein "Rumsitzen" dann oft als Zeitverschwendung. Mit der Näherei bleibe ich wach und es hindert mich ja nicht am Singen.
Halb 10 bin ich wieder zu Hause, drehe noch eine Runde mit dem Lockenhund (Madame ist es ganz klar zu dunkel) und setze mich nochmal an den PC.
Blöderweise entfaltet der viele Bärlauch jetzt seine volle Wirkung und ich habe heftig Bauchweh. Ich versuche also meinen Bauch mit Tee und Wärme zu beruhigen, was mich letztlich auf dem Sofa einschlafen lässt. Irgendwann in der Nacht wache ich auf, mein Bauch hat sich soweit beruhigt, dass ich ins Bett umsiedle.

So, mal sehen, ob ich so einen Bericht monatlich schaffe.
Jetzt warte ich auf den angekündigten Klavierbauer und werde mich dann an die Abrechnung machen. Oh Heinrich, mir graut vor dir! ...