Mittwoch, 20. Januar 2010

Zähne

Das große Tochterkind braucht eine Spange. Das sieht auch ein Laie. Schon die Milchzähne hatten kaum Platz, die bleibenden stehen krumm und schief, die Zähne, die noch kommen müssen, sollten sich besser eine Platznummer ziehen. Auf lange Sicht ein Desaster, wenn nichts gemacht wird.
Trotzdem wird es die Kasse nicht bezahlen, da aus deren Sicht kein Handlungsbedarf besteht.

Natürlich hat uns die Ärztin nun eine Privatrechnung geschrieben und dabei (wahrscheinlich ganz legal) auch den Privatkassensatz berechnet.

Wir haben es verpasst, uns rechtzeitig um eine Zusatzversicherung zu kümmern und nun sehen wir uns Kosten gegenüber, von denen ich mir gern ein gebrauchtes Auto gekauft hätte. Selbst bei monatlicher Ratenzahlung (und anders ist der Betrag gar nicht zu stemmen für Otto-Normalbürger) ist die Belastung enorm hoch. Wie machen das Leute mit weniger Geld?

Wir haben noch ein Kind. Deren Kiefer sieht besser aus. Das heißt, auch hier wird die Kasse nicht bezahlen. Vielleicht sollte ich heute schon Tante Gugel mal befragen, was für Versicherungen auch die nette Frau Kieferorthopädin bezahlen würden.

Kommentare:

Fr.SchokoPerle hat gesagt…

Hat die Kierorthopäden der Krankenkasse einen Heil- und Kostenplan vorgelegt? Bei meiner Schwester war es damals so, dass der Zahnarzt und die Kieferorthopäden der Krankenkasse Unterlagen zukommen lies und darauf hin die Krankenkasse bis zum Ende der Behandlung 80% der Kosten übernahm und bei erfolgreicher Behandlung mir die 20% Zuzahlung erstattete. Ich würde auf jeden Fall Widerspruch gegen den Ablehnungsbescheid der Krankenkasse einlegen.

Fr.SchokoPerle hat gesagt…

Kieferorthopädin natürlich... argh.

bauchundnase hat gesagt…

Nein, sie hat gesagt, bei den Messungen/Abweichungen (wie auch immer) braucht sie das nicht einreichen, das würden die sowieso nicht zahlen. Klingt das unseriös?

Fr.SchokoPerle hat gesagt…

Naja es klingt für mich als wenn sie keine Lust auf den Schreibkram hat. Und ich kann mir vorstellen, dass der Kassensatz nicht so hoch entlohnt wird, wie der Privatpatienensatz ;o)Ich würde mir eine 2. Meinung einholen und auf jeden Fall trotz der Meinung der Ärztin alles zur Krankenkasse schicken. Mehr als das die Behandlung abgelehnt wird, kann ja nicht passieren.

bauchundnase hat gesagt…

Zur Krnakenkasse haben wir die Sachen geschickt und einen netten Brief dazu.
Das Problem mit der zweiten Meinung ist die: die erste Spange haben wir schon. (Beim Tochterkind wird das in zwei Schritten gemacht. Eine lockere, bis die zweiten Zähne alle da sind, dann eine feste. Schon allein die Maßnahme zeigt mir, dass eine Korrektur der Zähne notwendig ist.) Die gute Frau hat gleich Nägel mit Köpfen gemacht beim ersten Mal. Es wäre höchste Zeit, ob wir eine Spange wollen und auch selbst bezahlen würden (einen Preis hatte sie da noch nicht genannt) ... Abdrücke gemacht, geröngt und tschüß. Ich kam mir ziemlich überrannt vor. ...
Als ich mit dem Tochterkind im 8.Lebensjahr mal bei einer Kieferorthopädin war (um mir wegen den schiefen Zähnen und dem Überbiss eine Meinung zu holen), sagte diese (war am letzten Wohnort) schon, dass eine Zahlung der Kasse unwahrscheinlich ist. Das einzige Frage wäre, ob das Abrechnen des Privatsatzes üblich ist. Weil das ist schon heftig, immerhin der doppelt und dreifache Satz.