Montag, 12. Dezember 2011

Ceranfeld oder Induktion ...

... das ist hier die Frage.
Pünktlich kurz vor Weihnachten geht mein Herd kaputt. Irgendwas in der Elektronik. Denken wir Laien jedenfalls. Mal geht er, mal geht er nicht. ... Sehr lästig beim Kochen und Backen.
Der Herd tut seit 1998 treue Dienste und eigentlich sollte er auch noch weiter funktionieren im Hause BauchundNase. Aber scheinbar mag er nicht. Und ich habe auch nicht den Mann der Herzensfreundin hier, der ihn nach seinem Befinden befragen könnte.
Also muss ein neues Gerät her. Beim Backofen habe ich eine Vorstellung was ich will. Aber die Kochmulde, da bin ich sehr unentschlossen. Der Gatte tendiert zu Induktion. Da ich leider so gar keinen Plan habe, wie man auf / mit Induktion kocht frage ich hier mal in die Runde:
Wer hat Erfahrung? Wer kann Empfehlungen aussprechen? Oder eben auch nicht und rät vom Kauf eines solchen Teiles ab? Und warum?
Wenn es nur an den Töpfen liegt ... auch diese tun seit vielen Jahren ihren Dienst. Sie sind noch gut, keine Frage, aber sollte ich wegen einem Induktionsherd neue Töpfe brauchen, dann kommen die "alten" in die Praxis, denn dort möchte ich Breikochkurse geben. Mein Arsenal an Töpfen ist überschaubar, einzig um den 8-Liter-Topf täte es mir leid. Aber vielleicht gibt es etwas in der Größenordnung auch für Induktion.
Aber jetzt muss ich mich erstmal entscheiden. Und das möglichst schnell.

Kommentare:

Elisabeth J.-S. hat gesagt…

Oh, da kann ich Dir so gar nicht helfen. Ich hab Ceranfeld und bin glücklich damit.
Meine Freundin hat nun über ein Jahr Induktion... und würde es nie mehr hergeben. Ja, sie hat neue Töpfe dazu.
Vielleicht braucht es ja mal einfach neue Töpfe...?
Ich wünsch Dir einen schönen Tag
Elisabeth

Sonnenkäfermama hat gesagt…

Hallo,
wir haben seit 3 Monaten Induktion und möchten nicht mehr tauschen! Das Wasser kocht schneller als der Wasserkocher - echt toll! Und genauso schnell ist das Kochfeld wieder aus! Man kann quasi direkt danach auf die Herdplatte fassen- Also auch ein Energieersparnis, das man nicht verleugnen sollte. Erstaunlicherweise mussten wir nur 1 Topf entsorgen, alle anderen funtionieren einwandfrei, sogar die billigen Ikea Töpfe (:
Ich kann es wirklich ausnahmslos empfehlen! Lasst Euch doch mal im Küchenstudio beraten und ein paar Geräte vorführen. Wir haben übrigends auch ein Topfset "kostenfrei" dazu bekommen.
VlG

Postpanamamaxi hat gesagt…

Hallo Du Liebe,
seit Dezember 2007 haben wir einen Induktionsherd und wir möchten ihn nicht mehr missen.

Ratz-fatz ist der Topfinhalt heiß und gerade das langsame Ankochen ist das, was so viel Energie kostet.

Es brennt nichts mehr an. Ich habe seit 4 Jahren keinen Schaber fürs Kochfeld gebraucht, weil das Kochfeld selbst ja gar nicht heiß wird.

Mein Herd (Siemens) hat eine Warmhaltestufe und eine 9-stufige Regulierbarkeit. In der Power-Stufe hast Du doppelte Leistung.

Meinen Wasserkocher habe ich abgeschafft, stattdessen habe ich mir einen schönen schicken Wasserkessel gegönnt, der den ganzen Tag dekorativ (und manchmal auch nützlich) auf dem Herd steht. Wasserkessel liegen um die 20 Euro in der Einsteigerklasse. Mein Herd ist soviel schneller als der Wasserkocher (und das ist auch kein langsames Gerät gewesen!).

Ob Du Deine Töpfe weiterverwenden kannst, kannst Du ganz leicht testen. Halte einen Magneten an den Topfboden. Magnetische Töpfe funktionieren weiter.

Und ansonsten sind die Töpfe auch recht billig geworden. Du bekommst sie bei den Discountern, beim Kaffeeröster, beim Möbelschweden oder auch mal in Supermarkt-Sammelpunkt-Aktionen für kleines Geld.

Du kannst sogar ein Handtuch unter den Topf legen und da hindurch ganz normal kochen, dem Handtuch wird nichts passieren! Sehr schön sicher, weil nie wieder etwas Feuer fangen kann, was versehentlich auf dem Herd landet. Der Herd geht nur an, wenn ein magnetischer Topf draufsteht.

Und auch Kinderfinger sind sicher, weil die vom Topf an die Glasplatte zurückgestrahlte Hitze einfach nicht ausreicht, um eine Verbrennung zu ermöglichen.

Hmm, was noch...ein normaler Ceranherd besteht aus Heizwendel und Glasplatte obendrüber. Erst heizt die Wendel auf, dann wird dadurch die Glasplatte erwärmt, dann erwärmt sich der Topf und erst als viertes kommt die Hitze im Essen im Topf an. Sehr viel Umweg.

Bei Induktion ist unterm Glasfeld ein sogenannter offener Trafo, der ein Magnetfeld aufbaut. Damit das Magnetfeld überhaupt geschlossen wird, muss obendrauf auf der Glasplatte der Topf stehen.
Dieses Magnetfeld erhitzt dann den Topf, indem die Eisenmoleküle ständig hin- und her umgepolt werden.
Darum funktioniert es auch nur bei Töpfen, die magnetisch sind.

Weil der Trafo unter der Glasplatte direkt den Topfboden erhitzt, kommt die Energie natürlich viel schneller im Topfinhalt an. Darum wirkt ein Induktionsherd direkter und ohne Umwege auf den Topf als ein normaler Herd.

Und Elektrosmog? Kann man vergessen. Erstens macht JEDES elektrische Gerät Elektrosmog, wenn man es so sehen will, zweitens kommt das Magnetfeld nur zustanden, wenn da ein Topf draufsteht und drittens bestehen wir Menschen nicht aus magnetischem Eisen. Eine Mikrowelle mit defekter Abschirmung ist da viel gefährlicher.

Ich möchte meinen Induktionsherd jedenfalls nicht mehr missen. Ich kann ihn so fein regulieren, dass ich sogar direkt im Topf Schokolade schmelzen kann (was sonst nur im Wasserbad empfohlen wird!).

Eliane Zimmermann hat gesagt…

wow, das hört sich ja alles spannend an. ich bekomme vom vermieter unseres demnächstigen gästehauses nur einen ultra-altmodischen vier-platten-herd, so wie wir ihn vor 30 jahren hatten, stöhn. dabei liebe ich gasherde, so wie wir einen zu hause haben. doch offene flamme ist eben nicht jedermanns und jederfraus sache.